KinderSegnung

SalomeMorgen wird unser Mädchen Salome Linnea Ehniss gesegnet. Annlässlich der Segnung möchte ich hier eine kurze Geschichte erzählen die ich in einem der letzten Podcasts von Rob Bell gehört habe, er wiederum kennt sie von Marcus Borg:

Vor einigen Jahren wurde mir eine Geschichte von einem dreijährigen Mädchen erzählt, sie war das erste und einzige Kind eines Ehepaars und nun war ihre Mutter wieder schwanger. Das Mädchen war sehr gespannt und voller Vorfreude auf ihr Geschwisterchen.

Kurze Zeit nachdem ihr neugeborener Bruder nach Hause gebracht worden war, bat sie ihre Eltern um etwas – sie wollte mit ihrem kleinen Bruder alleine im Zimmer sein. Die Beharrlichkeit mit der sie darauf bestand alleine bei geschlossener Tür mit ihrem Bruder zu sein beunruhigte die Eltern. Dann erinnerten sie sich jedoch daran, dass sie in Erwartung ihres Babys bereits ein Babyfon installiert hatten, was es ihnen möglich machte ihre Tochter mit dem Baby alleine zu lassen, da sie sofort ins Zimmer kommen konnten wenn sie etwas ungewöhnliches hören würden.

Sie entschlossen sich also das kleine Mädchen alleine im Zimmer ihres Bruders zu lassen, rannten zum anderen Ende des Babyfons und lauschten… sie hörten die kleinen Schritte ihrer Tochter während sie durchs Zimmer ging und stellten sich vor wie sie nun an der Wiege stand – dann hörten sie wie das Mädchen zu ihrem drei Tage alten Bruder sagte: „Erzähl mir von Gott, ich hab schon fast vergessen…“

Eine wundervolle Geschichte die mich daran erinnert durch unsere Kinder Gott näher kennen zu lernen. Ich wünsche mir, dass wir ihnen mit dieser Haltung begegnen können.

4 Reaktionen

  1. Das passende „Gegenstück“ zu dieser Geschichte erzählt Mike Yaconelli mit einer Begebenheit, wo er als Pastor mit der Familie eines Kranken zu Hause Abendmahl feiert, unter anderem ist auch der elfjährige Corey dabei:
    „Corey nahm Brot und Wein und ich wollte schon das Schlussgebet sprechen, da platzte er auf einmal heraus: »Sir, wie können Sie Gott eigentlich hören?«
    Woher diese Frage auf einmal kam, weiß ich nicht. Ich hielt einen Moment inne und sagte dann: »Corey, wenn du ganz genau hinhörst, merkst du, wenn Gott zu dir spricht. Es ist vielleicht keine hörbare Stimme und du nimmst sie möglicherweise auch nicht sofort wahr. Aber wenn du wirklich zuhörst, kannst du Gottes Stimme vernehmen.«
    Das Dumme mit Kindern ist, sie glauben dir. Corey kniff sofort seine Augen zu, sein Körper nahm die angespannte Haltung des Zuhörens an und er begann zu lauschen. Ich hatte Corey die Antwort eines Erwachsenen gegeben und nie geglaubt, dass er sie sofort ausprobieren würde. »Ich hab’ ihn gehört!«, rief Corey. »Ich habe Gott reden gehört.«
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand in dem Raum wirklich glaubte, Corey hätte Gott reden gehört. Wir bemühten uns alle, freundlich zu sein, aber wir erwarteten nicht, dass Gott sich tatsächlich zeigen würde. »Was hat er denn gesagt?«, wollte ich wissen. Ich erwartete irgendeine kindische Antwort.
    Corey sah mir direkt in die Augen, sein Blick hatte sich vor Staunen geweitet. »Er hat gesagt: >Vergiss mich nicht.<» Die waghalsige Neugier eines Jungen hatte ihn in Gottes Gegenwart gebracht.“ (Mike Yaconelli, Der ungezähmte Glaube, Wuppertal 1998, 32f.)

    Auch sonst ist dieses Buch wunderbar zum „werdet wie die Kinder“…

    In diesem Sinne: Alles Gute Eurer Familie und Gottes Segen für die kleine Madame!

  2. Das ist eine wirklich geile Geschichte!!!

    und die von joa ebenfalls … irgendwie schade das sowas immer nur die „besonders geistlichen Leute“ erleben und nie „ganz normale“ Christen …

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