Das passende „Gegenstück“ zu dieser Geschichte erzählt Mike Yaconelli mit einer Begebenheit, wo er als Pastor mit der Familie eines Kranken zu Hause Abendmahl feiert, unter anderem ist auch der elfjährige Corey dabei:
„Corey nahm Brot und Wein und ich wollte schon das Schlussgebet sprechen, da platzte er auf einmal heraus: »Sir, wie können Sie Gott eigentlich hören?«
Woher diese Frage auf einmal kam, weiß ich nicht. Ich hielt einen Moment inne und sagte dann: »Corey, wenn du ganz genau hinhörst, merkst du, wenn Gott zu dir spricht. Es ist vielleicht keine hörbare Stimme und du nimmst sie möglicherweise auch nicht sofort wahr. Aber wenn du wirklich zuhörst, kannst du Gottes Stimme vernehmen.«
Das Dumme mit Kindern ist, sie glauben dir. Corey kniff sofort seine Augen zu, sein Körper nahm die angespannte Haltung des Zuhörens an und er begann zu lauschen. Ich hatte Corey die Antwort eines Erwachsenen gegeben und nie geglaubt, dass er sie sofort ausprobieren würde. »Ich hab’ ihn gehört!«, rief Corey. »Ich habe Gott reden gehört.«
Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand in dem Raum wirklich glaubte, Corey hätte Gott reden gehört. Wir bemühten uns alle, freundlich zu sein, aber wir erwarteten nicht, dass Gott sich tatsächlich zeigen würde. »Was hat er denn gesagt?«, wollte ich wissen. Ich erwartete irgendeine kindische Antwort.
Corey sah mir direkt in die Augen, sein Blick hatte sich vor Staunen geweitet. »Er hat gesagt: >Vergiss mich nicht.<» Die waghalsige Neugier eines Jungen hatte ihn in Gottes Gegenwart gebracht.“ (Mike Yaconelli, Der ungezähmte Glaube, Wuppertal 1998, 32f.)

Auch sonst ist dieses Buch wunderbar zum „werdet wie die Kinder“…

In diesem Sinne: Alles Gute Eurer Familie und Gottes Segen für die kleine Madame!