Na gut, man könnte sagen, dass durch die Trinität in Gott selber ein Widerstand gegen binäre Oppositionen eingeschrieben ist. Irgendwie widerstrebt es mir aber, dass als „Dekonstruktion“ zu bezeichen und so wie ich Derrida verstehe, gibt es immer ein Objekt der Dekonstruktion (in diesem Falle dann „Gott“).

Kearney kann also sagen: Mit Hilfe der Dekonstruktion erschliesst sich mir eine immanente Opposition gegen das Binäre durch die Trinität, aber die Trinität selber kann keine „Dekonstruktion“ sein – zumindest verstehe ich das sonst nicht.

Und zum „Tanz“: In was genau ist die erwähnte Bewegung begründet? Wo manifestiert sie sich? Oder ist ledigleich eine Analogie zur flottierenden Signifikantenkette, der der Lacansche Herrensignifikant fehlt (was zu diskutieren wäre), und die deshalb eben immer in Bewegung ist? Dann wäre zu fragen, wer sich denn da genau bewegt – die Trinität selber? Hm.

Und diese Vorstellung der „Chora“ ist mir momentan noch zu esoterisch und undefiniert, fürchte ich.