123-Buchstöckchen

Cedric hat mit einem netten Stöckchen nach mir geworfen und nachdem ich mich gebückt habe um es aufzuheben, werde ich nun ein Buch zur Hand nehmen, es auf Seite 123 aufschlagen und sehen was dort im fünften Satz steht…

»Der Kreuzestod wird schließlich als das Ereignis verstanden, in dem Hegels wichtigste Kategorie sozusagen ihren „Sitz im Leben“ hat: im Tod Jesu Christi ereignet sich „der Tod dieses Todes selbst, die Negation der Negation“. Insofern geht aus der Tiefe des Todes die Wahrheit göttlichen Lebens hervor: Auferstehung von den Toten wird als Auferstehung aus dem Tode, wird letztlich als Ereignis der Selbstverneinung des Todes gedacht. Weil Gott im Tode ist, negiert der Tod sich selbst. „Gott steht wieder auf zum Leben: Es wendet sich somit zum Gegenteil. – Die Auferstehung gehört ebenso wesentlich dem Glauben an.“ Und es ist schließlich dieser „auf dem Zeugnis des Geistes beruhende Glaube, der sich dann das Leben Christi expliziert. Die Lehre, die Wunder desselben sind in diesem Zeugnisse des Glaubens aufgefaßt und verstanden. Die Geschichte Christi ist auch [sc. nur] von solchen erzählt, über die der Geist schon ausgegossen war“.«

[Eberhard Jüngel, Gott als Geheimnis der Welt, 6. durchgesehene Aufl. (Tübingen: Mohr, 1992), 123.]

Wie bereits deutlich wurde halte ich Jüngels Auseinandersetzung mit der so genannten „negativen Theologie“ in der Hand. In dem von mir zitierten Abschnitt befinden sich eine ganze Reihe Zitate und Verweise auf Hegels „Philosophie der Religion“ und ich muss zugeben, dass ich nicht nur den 5. und zwei Folgesätze wiedergebe sondern ein paar mehr. Der fünfte Satz beginnt mit folgenden Worten: „Und es ist schließlich dieser…“ – für alle die es genau nehmen wollen.

Auch ich möchte nun das Stöckchen weitergeben – auch wenn mir bewusst ist, dass es schon einige in der Hand hatten – folgende Aufgabe gebe ich nun weiter:

– nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten,
– schlage es auf Seite 123 auf,
– suche den fünften Satz auf der Seite,
– poste die nächsten drei Sätze.

An wen? Gute Frage…

Der erste, dem ich das Stöckchen zuwerfe hört auf den Namen Andi und schreibt über überleben im Abendland.
Der zweite fährt im Morgenland umher und ist mir in der virtuellen Welt zum Freund geworden – Markus.
Der dritte kommt gerade vom Gletscher zurück und trinkt gerne mit mir zusammen Kaffee – Johannes.
Der vierte weilt gerade in Japan und macht auch sonst schöne Sachen – Mitch.
Und der fünfte weilt im nördlichen Teil der Erdhalbkugel und beschäftigt sich mit interessanten Dingen – Götz.

5 Reaktionen

  1. […] lustige Blogstöckchen bin ich immer zu haben. Also schnappe ich den Prügel von depone auf und schreibe euch hier drei Sätze ab dem fünften Satz auf der Seite 123 eines Buchs […]

  2. […] Daniel hat schon vor einiger Zeit ein Stöckchen nach mir geworfen und ich freue mich sehr darüber, dass er dies getan hat, denn einerseits empfinde ich es als grosses Geschenk, was sich da über das Netz zwischen uns entwickelt und andererseits trifft mich das Stöckchen ausgerechnet zum Thema Bücher und Lesen. Schöneres kann mir kaum widerfahren. Ich nehme also ein Buch zur Hand und schlage die Seite 123 auf. Ich zitiere .. […]

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