Ich finde es wohltuend, dass der Umgang mit den Linken nun langsam normalisiert wird. Alles andere ist aus meiner Sicht undemokratisch, denn: Sind die Stimmen der Bürger, die dieser Gruppierung ihre Stimme gegeben haben, weniger wert als eine Stimme in Richtung CDU, FDP, SPD oder DIEGRÜNEN? Gerade letztere haben in ihren ersten Jahren ähnliche Schmutzkübel über sich ergehen lassen müssen. Man sollte meinen, das würde zu einem gewissen Lerneffekt führen. Leider muss man da attestieren: Denkste!

Unsere Parteien haben sich allzu sehr daran gewöhnt, in einem gemütlichen Nest zu sitzen. Selbst Wahlen haben an der an sich bequemen Position nicht viel ändern können. Mit dem Aufbrechen der klassischen Blöcke muss man der Worthülse von der Politik, die „die Lehre vom Machbaren“ ist, endlich Taten folgen lassen.

Ich frage mal polemisch: welcher Bevölkerungsnateil kann es sich aktuell noch erlauben, sein Leben als permanentes Wunschkonzert anzugehen? Man möchte sich ein grosses Megaphon zulegen und in Richtung Berlin, Hamburg und Wiesbaden rufen: Sucht ernsthaft Lösungswege! Wobei nach meiner Einschätzung zumindest in Hamburg was (zwar Ungewöhnliches, doch dennoch Sinnvolles) herauskommen könnte

Und noch eine kätzerische Äusserung meinerseits: Vielleicht findet man beim Suchen nach (bisher) ungewöhnlichen Lösungsmustern sogar wirklich zukunfstfähige neue Muster oder zumindest vernünftige Lösungen für die Probleme der Menschen. Sollte die Politik nicht exakt dafür arbeiten?