Dicke Luft

Während ich mich für die deutschlandweite und internationale Politik interessiere, mache ich mir Gedanken zum Kohlekraftwerk in Hamburg und dem was für eine mögliche schwarz-grüne Koalition damit zusammenhängt. Heute erst stosse ich dann bei einem Besuch auf der Seite von SWR-Ländersache auf einen Artikel zur Stromversorgung hier vor Ort. Dabei lese ich mit Schrecken von einem geplanten Kohlekraftwerk im Karlsruher Rheinhafen. Dieses soll laut EnBW noch in diesem Frühjahr gebaut werden und dem Artikel zufolge hat der Karlsruher Gemeinderat dem Bau des Kraftwerks mehrheitlich zugestimmt. Dabei wird mir klar, dass ich mich besser informieren sollte was hier in der Region vor sich geht, denn dann wäre mir auch schon früher aufgefallen weshalb es keine so gute Idee ist in einer von der CDU geführten Stadt zu leben (*augenzwinkernd*).

Ich zähle mich was Energie angeht zu den Unterstützern erneuerbarer Energien. Das halte ich nach wie vor für eine gute Sache, da hier zum einen auf die CO2-Verträglichkeit als auch auf den Faktor des nachwachsens geachtet wird. Allerdings habe ich mir vor einigen Tagen eine Dokumentation auf Phoenix angeschaut die den Titel ›Hier Bio, dort Tod‹ trug und etwas Licht in den Markt mit erneuerbaren Energien bringen wollte. In der Dokumentation wurde so genannter Bio-Strom in Deutschland unter die Lupe genommen und vor allem solche Kraftwerke gezeigt, die Palmöl als Brennstoff verwenden. Bei Palmöl handelt es sich jedoch leider um einen Rohstoff der massenweise auf gerodeten Regenwaldböden angebaut wird und wegen dem massiver Raubbau eben dort betrieben wird. Neben der Brandrodung die sowohl Mensch und Tier als auch alle Pflanzen des zu rodenden Gebiets in äußerste Lebensgefahr bringt, hat das Anlegen von Palmölplantagen auch den Nachteil, dass diese Palmen nur auf sehr trockenem Boden gedeihen. Da der Regenwaldboden eher feucht ist muss dieser zunächst getrocknet werden um dann als Plantagengrund zu dienen – dies wiederum hat zur Folge, dass auch wenn eine Plantage nicht mehr rentabel ist nichts anderes mehr dort angebaut werden kann. Dass Monokulturen auch andere negative Folgen mit sich bringen muss nicht weiter ausgeführt werden.

So wurde in der eben erwähnten Reportage davon gesprochen welche Auswirkungen unser scheinbar sauberer Strom in anderen Regionen der Welt haben kann, die in dem Titel ›Hier Bio – dort Tod‹ für die Pflanzen des Regenwalds, einen bestimmten Volksstamm und die Orang-Utans mehr als deutlich wurden.

Dennoch werde ich weiter für Energie aus erneuerbaren und auch nachwachsenden Rohstoffen sein, auch wenn ich mir nun bewusster bin, dass auch hier eine Zertifizierung notwendig ist. Und in Anbetracht der Aussage, dass die Luft hier in Karlsruhe die schlechteste in Baden-Württemberg ist, hoffe ich mit dem Aktionsbündnis, dass dem Bau des Kohlekraftwerkes im Reinhafen noch Einhalt geboten werden kann.

3 Reaktionen

  1. Ja, krasse Sache. Wenn ich dran denke, wie Borneo von oben aussieht (Palmöl-Plantagen…), werde ich schon wieder traurig :-(

  2. danke für die kommentare miri und dosi.

    ich habe gestern allerdings nicht maybrit illner gesehen, dafür zwei nette herren die in ihrer sendung die abschaffung z.b. der eben erwähnten polit-talkshow protokolliert haben…

Reagiere darauf

*


To respond on your own website, enter the URL of your response which should contain a link to this post's permalink URL. Your response will then appear (possibly after moderation) on this page. Want to update or remove your response? Update or delete your post and re-enter your post's URL again. (Learn More)