Theologie und Gemeinschaft

Eben einen älteren Artikel im emergenten Gedankengut mit dem Titel Experimentieren und Ausdauer gelesen. Der Artikel besteht aus einer freien Übersetzung des letzten Kapitels des Buches ›Reimagining Spiritual Formation‹, in dem Doug zusammen mit einigen von der Gemeinschaft ›Solomons Porch‹ über eine Woche im Leben ihrer Gemeinschaft schreiben. In diesem letzten Kapitel fasst Doug die Gedanken insofern zusammen, dass er von der Chance spricht Handwerker neuer Glaubensausdrücke für unsere Zeit zu sein und in diesem Zusammenhang auch die Notwenigkeit aufgreift Gemeinschaften zu sein die sich gemeinsam die Aufgabe der Theologie stellt.

Die Arbeit der Theologie muss in der ganzen Gemeinschaft geschehen.

Selbstverständlich werden die Gedanken unserer Vorfahren im Glauben Teil dessen sein, was wir tun. Diese jedoch einfach zu übernehmen kommt der Auslagerung des Denkens gleich. Dadurch wird Theologie zu einer starren Philosophie, wo sie doch eigentlich ein aktives Streben danach sein sollte wie wir Gottes Geschichte in unserer Zeit leben.

Die Gemeinschaften, die am Besten dafür ausgerüstet sind in unserer Zeit geistliche Entwicklung zu leben, sind diejenigen, die gemeinsam Theologie betreiben. Sie verstehen theologisches Arbeiten als eines der zentralen Elemente ihrer Gemeinschaft. Gemeinsam theologisch zu arbeiten ist ein notweniger Teil des geistlichen Entwicklungsprozesses. Dabei geht es mir nicht darum zu sagen, dass Theologie heute weniger wichtig ist, ich möchte unsere Gemeinschaften viel mehr dazu aufrufen sich an der theologischen Arbeit zu beteiligen.

Wäre es nicht wunderbar, wenn die Aufgabe aller Christen so verstanden würde, dass es nicht nur darum geht die Dinge des Christentums zu glauben, sondern Glaubensausdrücke zu kontextualisieren, zu kreieren, auszudrücken und sie zu leben?

[Doug Pagitt im letzten Kapitel seines Buches ›Reimagining Spiritual Formation‹]

Mir spricht dieses Streben nach einer Gemeinschaft in der wir gemeinsam Theologie betreiben direkt aus dem Herzen. Ich, und auch wir, sind dabei in diese Richtung zu experimentieren und dabei unsere Wege zu finden Glaubensausdrücke in unserer Zeit zu finden.

Eine Frage, die mich in diesem Zusammenhang immer wieder bewegt ist die Rolle der Kinder in diesem Prozess. Heute soll zu diesem Thema ein Hinweis auf einen Artikel auf Toby Faixs Blog genügen: Kinder Part 3: Defizitäre Wesen?

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