sowohl-als-auch

Es wird angenommen, dass der Mensch für Dualismen angelegt ist, demnach falle es uns leichter die Wirklichkeit mittels einem ›entweder-oder‹ Muster wahrzunehmen. Die Spannung des ›sowohl-als-auch‹ wird dann allzu gerne durch die Trennung, Wertung und Einordnung des Wahrgenommenen in Dualitäten ›entweder-oder‹ aufgehoben.

Diese Tendenz ist auch an Äußerungen über Gott zu beobachten. Während in manchen Kreisen die Gerechtigkeit Gottes und daraus folgend Aspekte des Gerichts betont werden, entscheiden sich andere Kreise dafür die Liebe Gottes zu betonen und jedwede Möglichkeit eines Gerichtes ausser Acht zu lassen.

In den letzten Tagen las ich immer wieder einen Text, indem eine Aussage Gottes über sich selbst überliefert ist, die einmal mehr das sowohl-als-auch der Liebe und der Gerechtigkeit Gottes betont:

In einer Wolke kam der Herr auf den Berg herab, stellte sich neben Mose und rief seinen Namen aus. Er ging an Mose vorüber und rief:

»Ich bin der Herr! ‘Ich bin da’ ist mein Name! Ich bin ein Gott voll Liebe und Erbarmen. Ich habe Geduld, meine Güte und Treue sind grenzenlos. Ich erweise Güte über Tausende von Generationen hin, ich vergebe Schuld, Verfehlung und Auflehnung; aber ich lasse auch nicht alles ungestraft hingehen. Wenn sich jemand gegen mich wendet, dann bestrafe ich dafür noch seine Kinder und Enkel bis in die dritte und vierte Generation.«

Exodus 34,5-7 [GNB]

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