Missional, mehr als ein Wort

Heute bei meiner Tour durch die Blogs auf einen neuen Beitrag auf PastorBuddy mit dem Titel ›Missionarisch vs. Missional‹ von Simon deVries gestossen. In diesem Post greift er einige Gedanken von Makeesha Fisher auf.

Im Zuge einer Blogaktion zum Verständnis des Wortes ›missional‹ hatte sie über ihre persönliche Entwicklung und die Wandlung geschrieben, wie sie Kirche/Gemeinde und ihre Sendung wahrnahm. Im Begriff der Sendung steckt immer schon das GEH! im Sinne von „geh hinaus“. Dieses gehen verbindet sie mit einem verlassen der Gemeinde. Sie betont dabei auch das was jemand tut, bzw. wie er lebt, wenn er hinausgeht. Ihre Entwicklung im Verständnis des gesandt-seins bringt sei meiner Ansicht nach sehr gut in folgendem zum Ausdruck:

Was wir damals unter ›missionarisch‹ verstanden:
Zieh los um zu reden.
Zieh los um zu lehren.
Zieh los um zu urteilen.
Zieh los um zu retten.
Zieh los mit der eindeutigen Haltung dich selbst zu schützen.
Zieh los um die Leute mit zurück in die Kirche zu bringen.

Was wir heute mit ›missional‹ meinen:
Zieh los um zuzuhören.
Zieh los um zu lernen.
Zieh los um zu empfangen.
Zieh los um gerettet zu werden.
Zieh los mit der offenen Haltung Christi.
Zieh los um Kirche zu sein.

(frei übersetzt von Simon deVries, Quelle: Makeesha Fisher)

In all meinem Nachdenken über die Sendung, die uns als Nachfolger Christi zuteil wird, empfinde ich eine Ähnliche Entwicklung wie sie hier von Makeesha Fisher beschrieben wird. Während ich früher vielleicht auch davon gesprochen hätte, dass wir gesandt sind Menschen zu Jüngern zu machen (und dabei viele im Hinterkopf haben, dass jemand irgendwie manipuliert wird um eine gewisse Art von Entscheidung zu treffen), so würde ich heute eher davon ausgehen, dass ich dazu gesandt bin anderen dabei zu helfen Nachfolger zu werden, und während ich dieser Sendung nachgehe selbst eine Menge lerne, was mir dabei hilft nachzufolgen.

2 Reaktionen

  1. Du sprichst da von einer Denkweise, die alle Gottessuchenden hin und wieder befällt.

    Nämlich diese Gewissheit, dass man im Gottes Namen handelt, also gar nicht falsch liegen kann.

    Viele verurteilen diese Denkweise. Doch eigentlich ist auch diese Denkweise etwas Göttliches. Denn auf der einen Seite ist sie doch richtig. Wir alle sind Göttlich. Auf der anderen Seite ist es aber nicht gut, wenn man vor lauter Göttlichkeit andere Menschen vergisst. Und so lenkt diese Denkweise unsere Aufmerksamkeit wieder auf andere Menschen.

    Das ist ein Lernprozess, den alle durchgehen. Wichtig ist, die guten Sachen dieser Denkweise zu nehmen und zu stärken. Wie mit dem Göttlichem in jedem von uns.

  2. ich denke, dass die annahme nicht falsch handeln zu können weil man ›in gottes namen‹ handelt ein echtes problem ist. meiner ansicht nach ist es dem menschen nicht möglich immer richtig zu handeln, daher schadet etwas selbstkritik nicht.

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