Dialog en Blog

Durch einen Kommentar und einen Tweet hab ich mich mal wieder gefragt was eigentlich am Dialog en Blog dran ist. Wie empfindest du den Austausch in den Kommentaren zu einzelnen Blogeinträgen oder Themen allgemein? Mich würde auch interessieren wie du den Dialog auf deinem eigenen Blog gestaltest.

Freue mich auf Kommentare…

7 Reaktionen

  1. Also richtiger Dialog ist leider selten auf unserm Blog. Eigentlich finde ich das gerade spannend am Blogging. Aber man kann ja keinen Zwingen …
    Und es gibt natürlich Posts die mehr zum Austausch einladen als andere.
    Vielleicht liegt es auch ein bisschen am Thema. Wenn ich für Deutsche aus Slowenien schreibe kann man da halt auch nicht immer mitreden, weil es ne andere Welt ist …
    Naja, soweit schon mal ein paar Gedanken.

  2. Bei mir wird eigentlich auch nicht kommentiert, was aber auch daran liegen mag, dass ich entweder nicht über Themen schreibe, die man kommentieren könnte oder, wenn ich einmal über solche Themen schreibe, die Artikel nicht so verfasse, dass sich irgend jemand aufgefordert fühlt zu kommentieren.
    Verirrt sich dann doch einmal jemand in die Kommentarfelder, so ergibt sich meistens daraus kein Gespräch.
    Ich muss auch zugeben, dass ich selbst eher selten bei anderen kommentiere, da ich oft denke, dass ich irgendwie nicht „qualifiziert“ genug dafür wäre, zu dem Thema etwas zu sagen. Wenn ich kommentiere, dann versuche ich aber schon auf dem Laufenden zu bleiben, was die anderen Kommentare angeht, aber leider ergibt sich dann (wie auf meinem Blog ja auch) auch kein Gespräch…
    Vielleicht wird das hier ja mal was. ;)

  3. Ich erlebe das Medium Blog kaum als ein interaktives Medium. Ich glaube, die Blogosphäre ist eine Scheinöffentlichkeit; in Wirklichkeit dient bloggen dem Herstellen für Öffentlichkeit nicht dem Austausch. Jetzt könnte man sagen: bei der handvoll an großen Blogs gibts doch schonmal 140 Kommentare. Aber ich muss sagen: bis auf einige Ausnahmen (z.B. gabs lebhafte Diskussionen während der EM auf EM Liveblogs wie Allesaußersport.de) kommentiert man auf großen Blogs, damit selber Leute zu deinen Blog stoßen.
    Das Design von Blogs lädst nunmal nicht zu ausgiebigen Diskussionen, sondern allerhöchstens zu kurzen Kommentaren ein, die sich darauf beschränken, knapp Zustimmung oder Ablehnung auszudrücken.
    Außerdem ist es mühsam, sich zu merken wo man überall kommentiert hat; da kenne ich auch kaum technische Möglichkeiten, zentral die Übersicht zu behalten.
    Allein dieser Kommentar ist für Blogverhältnisse fast schon zu lang. Ich plädiere für richtigen Austausch weiterhin für das Medium Forum, dass allerdings ganz anderen Gesetzmäßigkeiten gehorcht (dort brauch es immer eine kritische Masse an Vielpostern und es spielen Gruppendynamiken ne größere Rolle)

  4. möglicherweise liegt es auch an der allgemein geringen aufmerksamkeitsspanne?

    ein kommentarfeld lohnt sich für eine kleine äußerung, für alles größere sollten links und trackbacks genutzt werden.

    es gibt blogs auf denen es kommentare hagelt.

    es gibt tools um einen überblick über kommentare zu halten.

    es gibt rivva, das von der konversation und gegenseitigen verlinkung lebt.

    und foren sind letztes jahrtausend.

  5. vielen dank für eure kommentare und die hilfreichen links bisher.

    für mich haben blogs auf jeden fall dialogische form. der safari ermöglicht mir z.b. das kommentarfeld so groß zu ziehen, wie ich es möchte, was auch längere kommentare übersichtlich macht.

    um beim kommentieren auf dem laufenden zu bleiben können ja auch die möglichkeiten helfen die jeweiligen kommentare zu abonnieren – hier z.b. als feed und als e-mail.

    mangelnder kommentar-dialog hängt bei mir auf jeden fall auch mit mangelnder zeit zusammen. einige beiträge zu lesen geht gut, kurze kommentare dazu auch, aber tiefere inhaltliche auseinandersetzung sind dagegen schwerer zu realisieren. in diesem zusammenhang finde ich jedoch auch den hinweis gut trackbacks zu schalten, also beiträge auf dem eigenen blog zu schreiben und zum „ursprungs-beitrag“ zu verlinken.

  6. wollte noch anmerken, dass meiner ansicht nach friendfeed gerade den hang zu kurzen kommentaren oder eben lediglich ›likes‹ aufgreift und sehr gut umsetzt. dadurch könnten zwar die kommentare auf den blogs noch kürzer ausfallen. mal sehen ob ich die friendfeed kommentare und likes hier noch via plugin einbinde. getestet habe ich es schon, bin mir aber noch nicht schlüssig ob es sich hier „lohnen“ könnte.

    was sind eigentlich für dich, werte leserin und werter leser, einträge auf die du gerne kommentierst? oder anderes gefragt was enthält ein eintrag, der dich zum kommentarformular durchdringen lässt?

  7. 1. Wenn ich denke, dass ich zu dem Thema etwas zu sagen haben könnte.
    2. Wenn ich denke, dass ich ein bisschen Ahnung davon habe und die anderen nicht nur durch Mist verärgere.
    3. Bei guten Freunden einfach hin und wieder Grüße, bzw. deren Leben kommentieren.
    4. Wenn der Blogeintrag dazu einlädt (so wie der aktuelle).

    Ich glaube, ich könnte noch weiter machen, aber ich möchte den anderen ja noch etwas übrig lassen. ;)

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