zu deinem einstieg ins thema: ich fühle mich überhaupt nicht getroffen, bei der „schnellen“ oder voreiligen diagnose „fundamentalismus“ und „christen“. aber das liegt wohl daran, dass ich zu einer „normalen“ kirche gehöre, deren grösster teil aus kulturchristen bestehen dürfte.

ich kann mir nicht vorstellen, dass in naher zukunft eine übertrieben sensibel und voreilige wahrnehmung von „fundamentalismus“ und was dafür gehalten wird, abgebaut wird. wir wollen so etwas einfach nicht haben. – differenzieren ist zudem auch keine stärke der medienöffentlichkeit.

dein plädoyer für dialog mit der gesellschaft und reflektierter kommunikation: ja, ist sehr nötig, klar. die gefahr kann sein, dass man lernt, seine fundamentalismen zu verschleiern. wenn etwas fundamentalistisch gemeint ist, dann bitte auch so sagen und nicht ausstaffieren.

gerade was sich bei „emergent“ tummelt oder deren stil annimmt, frage ich mich: sind die jetzt wirklich zur gesellschaft „bekehrt“ oder haben die nur gelernt das chic und hipp und cool auszudrücken, dass ich in der hölle schmoren werde, weil ich nicht zu ihnen gehöre? und konkret bei einem bekannten frage ich mich: warum hat er mir früher verbal auf den kopf gehauen und plappert jetzt von postmoderne?

vielleicht sollte man bei „emergent“ auch das moment der umkehr beachten und das deutlich aritkulieren. „früher haben wir nicht-christen partout für verloren erachtet, heute aber …“