Mir geht es in keiner Weise darum, irgend jemandem irgendeinen Status (Christ/Nichtchrist, verloren/gerettet) zuzuschreiben. Das maße ich mir nicht an!
Mir stellt sich eher die Frage, wie wir die Bibel heute verstehen und in unser Leben übersetzen. Und da finde ich, dass die emerging church-Bewegung einige wichtige Impulse gegeben hat – vor allem in der Betonung der sozialen Verantwortung. In anderen Bereichen vermisse ich aber auch Standpunkte – beispielsweise in der Frage, wie wir heute den Missionsbefehl(der meiner Meinung nach mit sozialer Verantwortung zu tun hat, sich aber kaum darin erschöpft) verstehen und in unserer Lebenswelt umsetzen.
Manchmal erinnern mich Aussagen aus der emergenten Bewegung in dieser Hinsicht eher an eine Art theistischen Agnostizusmus als an hoffnungsvolles Christentum.
Dass ein Schwarz-Weiss-Konzept der Komplexität der Welt und auch des eigenen Lebens nicht gerecht wird, ist keine Frage – ob es der einzige Ausweg ist, jegliche Kategorien zu vermeiden hingegen schon.