bei diesem thema kreuzen sich bei mir zwei gedankenrichtungen und bisher habe ich sie nicht versöhnen können. ja, inkludierende sprache kann ein weg sein, denn sprache hat macht, auch über den der spricht. wenn wir ausschließlich maskuline termini verwenden, kann das sexistische denkstrukturen fördern und verfestigen.
andererseits kann das schreiben der „richtigen“ form auch schnell zu einem reinen spiel werden, das sich darin ergötzt, die möglichst umfassendste form zu finden. wenn dies zu einem surrogat im derridaschen sinne wird, behindert gerechte sprache tendenziell sogar die beseitigung real existierender sexistischer strukturen.