Es ist auch eines der lohnenswertesten Bücher: Schon auf den ersten drei, vier Seiten watscht er gleichzeitig alle Theologie ab und begründet sie völlig neu, indem er so toll feststellt, dass wir von Gott nichts wissen, also nichts sagen können, also nichts glauben und nichts tun können, dass dieses Nichtwissen aber wiederum ein „Nichtwissen von Gott“ sei, den er folglich als „Nichtnichts“ fasst – womit er die Grundfrage aller Metaphysik „Warum ist da nicht nichts?“ in sich zu ihrer eigenen Antwort umstülpt, ohne sie abzuschließen, Gott lässt er also als Frage offen. Und Gott als Frage zu definieren ist die Öffnung zu aller Theologie, die nicht schon in sich den Gestus des Erkennens Gottes, also der Gnosis tragen will. – Hach! So toll, so toll! :)