Lupen ausgepackt

Kürzlich hatte ich mal wieder das Buch »The New Christians« von Tony Jones in der Hand und bin dabei auf ein Zitat von John D. Caputo gestossen, in dem er einen Aspekt der Postmoderne meiner Ansicht nach treffend beschreibt:

Postmodernism … is not relativism or skepticism, as its uncomprehending critics almost daily charge, but minutely close attention to detail, a sense of the complexity and multiplicity of things, for close readings, for detailed histories, for sensitivity to differences. The postmodernists think the devil is in the details, but they also have reason to hope that none of this will antagonize God.

John D. Caputo

Lasst uns in diesem Sinne die Lupen auspacken und weitergehen.

2 Reaktionen

  1. Ich glaube, das beschreibt eben sehr gut das Temperament Foucaults der mit einer fast pedantischen Geduld in den Archiven Frankreichs nach den Ablagerungen und Spuren gefahndet hat, die seiner Meinung nach „das System“ (ein Begriff, den er nie verwenden würde) hinterlassen hat. Aber es stimmt: während Moderne Denker oft das große Ganze betrachtet haben und das große Projekt vorrantreiben wollten, geht es Postmodernen Denkern oft um die kleinen Details des alltäglichen Lebens, die angeblich viel verraten über das Wahre Gesicht unserer Welt.

  2. das klingt super arne. hatte die sache mit den archiven bereits irgendwo gelesen, aber in diesem zusammenhang macht es echt sinn.

    als ich gerade so über den film die klasse nachgedacht habe, ist mir auch aufgefallen, dass er ebenfalls mit einer solchen lupensicht gedreht ist, viele kleine details machen für mich den film aus…

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