In diesem Zusammenhang empfehle ich die Lektüre von Heiner Keupps: Identitätskonstruktionen, Das Patchwork der Identitäten in der Spätmoderne. Keupp bezieht sich auf verschiedene postmoderne Theorien (u.A. dezentriertes Ich, Selbste, Individualisierung sowie das Theaterspiel von Goffman) und bildet auf einer empirischen Langzeitstudie basierend, seine Theorie der Patchwork Identität. Demnach besitzt der (erwachsene) Mensch keine gefestigte Identität wie es Erikson formuliert, sondern muss täglich an seinen vielfältigen Identitäten arbeiten. Der Zusammenhalt der verschiedenen, fluiden Identitäten (Arbeits-Identität, Freizeit-Identität, Famlien-Identität etc.) erfolgt über Narration und wird vom Individuum (besser noch Dividuum) selbst vorgenommen.