Hoffnung ohne Genmais

Da unsere Landwirtschaftsministerin nun begründete Bedenken gegen die Aussaat von Genmais hat, wird es in diesem Jahr wohl nicht dazu kommen, dass flächendeckend so veränderter Mais angepflanzt werden wird. In der TAZ wird Frau Aigner mit der Aussage zitiert, dass der so genannte MON 810 „eine Gefahr für die Umwelt darstellt“. Der Genmais mit dem Namen MON 810 des Konzerns Monsanto ist so verändert, dass er sich selbst durch ein bakterielles Giftgen gegen Fraßschäden schützt, wodurch wiederum eine ganze Reihe von Insektenarten gefährdet sind.

Ich freue mich sehr über diese Entscheidung, und bin dankbar.

Zugleich bin ich hoffnungsvoll dass auch noch weitere Entscheidungen getroffen werden die nicht in erster Linie zur Parteilinie passen. Ich wünsche mir, dass Genmanipulation nicht salonfähig wird und dass sich auch bezüglich der Energiepolitik einiges nach vorne entwickeln kann.

Genmais der ja lediglich zur Gewinnung einer Ernte genutzt werden kann, und aus dessen Ernteertrag kein neues Saatgut gewonnen wird, ist ein klassisches Beispiel des „Gradle To Grave“ Systems auf das ich im vorhergehenden Eintrag hingewiesen habe. Der natürliche Kreislauf wird bewusst unterbrochen – manipuliert – und an dessen Stelle wird ein Wirtschaftskreislauf gesetzt der wiederum die Bauern in eine Abhängigkeit der Industrie zwingt. Selbst wenn alle anderen Argumente nicht plausibel erscheinen, scheint mir diese Tatsache so bedenklich, dass solche Machenschaften langfristig nicht unterstützt werden können.

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Ein Zeitungsartikel zum Verbot auf taz.de : Anbau von Genmais verboten

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