Jesus wants to save Christians

Auch über das Buch »Jesus Wants to Save Christians von Rob Bell und Don Golden habe ich einen ähnlichen Text geschrieben, der hierher passt…

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Jesus Wants to Save ChristiansRob Bell und Don Golden, die eine Zeit lang gemeinsam als Pastoren der Mars Hill Bible Church in Grand Rapids tätig waren, beschreiben in diesem Buch eindrücklich wie ein Leben gemäß der Idee Gottes aussehen kann. Das Buch folgt in seinem Aufbau der biblischen Erzählung. Theologisch berufen sie sich auf die so genannte „Neue Exodus Perspektive“. In diesem Sinne sprechen sie viel über Unterdrückung und die Befreiung aus derselben.

Ihre Darstellungen beginnen mit Kain und Abel und führen über menschliche Zivilisation bis hin zur Versklavung des Volkes Israel in Ägypten. Ausführlich wird der Auszug aus der Sklaverei (Exodus) thematisiert, der das Volk an den Sinai führte an dem Grundlagen ihrer Sozialisation gelegt wurden. Das Volk Israel lässt sich schließlich in dem ihnen verheißenen Land nieder und errichtet in Jerusalem seine eigene Zentrale der Macht. Am Beispiel Salomons machen die Autoren deutlich wie eine Abkehr von Gerechtigkeit bis zum Einlassen auf Sklaverei einen Menschen seine Geschichte vergessen lassen kann und ihn so auch von dem Weg abbringen kann den er gehen wollte. Salomon und seine Berater vergaßen ihre eigene Geschichte, versklavten andere Menschen und führten dadurch letztendlich wieder sich selbst und ihr Volk in die Unterdrückung (Babylon).

Golden und Bell sehen hier eine Art Kreislauf zwischen einem Leben in Freiheit, dem Vergessen der eigenen Geschichte und Abwendung von Gerechtigkeit und erneuter Unterdrückung (Ägypten / Sinai / Jerusalem / Babylon). Diesen Kreislauf betrachten sie auch systemisch und übertragen ihn sowohl auf das Leben einzelner Christen als auch auf die gesamte Christenheit. In dem Leben und Wirken Jesu Christi sehen sie einen neuen Exodus. Durch Christus sind wir aus der Sklaverei unserer Konzentration auf uns selbst befreit und dürfen nun zum Sinai kommen. Dort brauchen wir nicht jemand anderes vorschicken, der für uns auf Gott hört, weil wir Angst haben, sondern dürfen auf ihn hören und schöpfen aus dem Gehörten Kraft an dem mitzuwirken was Gott tut – der Befreiung der Unterdrückten.

Das Buch ist eine eindrucksvolle Inspiration zu gelebter Nachfolge. Durch die einfache Sprache gelingt es den Autoren sehr gut komplexe Zusammenhänge verständlich zu kommunizieren und zu einem Leben zu inspirieren das am befreienden Handeln Gottes mitwirkt.

Ein Buch an Christen, das davon spricht in welchen Bereichen wir dringend Jesu Befreiung benötigen:

Jesus wants to save us from making the good news about another world and not this one.

Jesus wants to save us from preaching a gospel that is only about individuals and not about the systems that enslave them.

Jesus wants to save us from shrinking the gospel down to a transaction about the removal of sin and not about every single particle of creation being reconciled to its maker.

Jesus wants to save us from religiously sanctioned despair, the kind that doesn’t believe the world can be made better, the kind that either blatantly or subtly teaches people to just be quiet and behave and wait for something big to happen „someday.“

Quelle: Don Golden und Rob Bell, Jesus wants to save Christians, 179.

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Ich persönlich halte das Buch für ein sehr gutes Buch zur Vertiefung der Nachfolge im Sinne der Partizipation an Gottes befreiendem Handeln.

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