Ideologie war gestern

Auf Zeit-Online findet sich ein interessanter Artikel zur Abwesenheit von Ideologie und einer stark pragmatischen Weltsicht unter Studenten. Ein kurzes Zitat aus diesem Artikel:

Von wegen, die Jugendlichen glaubten an nichts: Wie die Studenten in den Sechzigern ihren Marx, hat auch die pragmatische Generation ihre Vordenker, nur lehren diese kein Schema zur Weltrettung, sondern die Betrachtung des Einzelfalls.

Vielleicht kann man mit EF sagen: „the manifesto is that there is no manifesto“. Wir haben den Glauben an die eine mögliche und für alle gültige Erklärung der Welt und des Lebens verloren. Denken es gibt nicht diese eine Wahrheit, und folgern daraus dass Ideologien gestern waren, und dass Dogmatismus mehr schadet als hilft. Dies bringt meiner Ansicht nach keine Beliebigkeit hervor, und führt auch nicht dazu, dass man nur nach sich selbst und seinem eigenen Vorteil schaut. Wahrscheinlich führt es eher auf die Konzentration auf den Einzelfall und die Suche nach pragmatischen Lösungsansätzen, wobei ich hier auch noch andeuten will dass ich diesen Pragmatismus nicht im Gegensatz zur intensiven Auseinandersetzung mit wichtigen Theorien oder philosopischen Ansätzen verstehe.

Achso, und dann versuche mir doch noch mal jemand zu erklären dass die Gedanken von so genannten postmodernen Philosophen keine Auswirkungen auf unser Leben hier und jetzt haben…

Zum Artikel: Woran kann ich noch glauben?

1 Reaktion

Reagiere darauf

*