Vielen Dank für eure Kommentare.

Die Linie, von der du sprichst Markus, die sehe ich auch. Und ich würde auch soweit gehen zu sagen, dass dein Beispiel nicht vom Glauben oder einem christlichen Lebensansatz wegführt, sondern genau dort hinführt. Meiner Ansicht nach hat das „Christ-Sein“ ja vor allem etwas mit Leben und konkreten Handlungen zu tun. Dein Beispiel verstehe ich daher genau in dieser Linie. Ein „Glaube“, der sich mehr auf „geistliches“ oder ein für-wahr-halten beschränkt hat meiner Ansicht nach wenig mit dem zu tun, was mir an „Christ-Sein“ vor Augen steht. Ich denke dass das Geheimnis gerade in einem solidarischen Miteinander, einem lebensbejahenden Leben, in Harmonie von Mensch und Natur, erlebt werden kann.

Dein Unwohlsein bezüglich der Erbsündenlehre und gängiger Deutungslinien von Sühne teile ich zutiefst Philipp. In mir bahnt sich immer mehr eine Art von Gewissheit, dass viele Stellen, die bisher meist einheitlich in eine Richtung ausgelegt wurden – bspw. Sühne – durch eine Akzentverschiebung ganz anders verstanden werden können, und sich dadurch auch ein anderes Bild von „Christ-Sein“ ergibt. Es bleibt eine Reise, und ich denke wir sind dabei nicht „liberal“ ;)