ich habe mir das jetzt einen tag lang überlegt.

mit demokratie hat die geschichte nur ganz am rande zu tun.

die reformation ist passiert, es gab damals viele missstände, gegen die die reformatoren vorgingen.
war aber nicht die einzige reform, sonst ist da zum beispiel die clunyaszensische kirchenreform. da hatten auch davor ein paar äbte auf den putz gehaut.

nach der reformation haben wir da die evangelischen kirchen, die ohne sakramente dastehen. aus der abwesenheit der beichte versucht man noch eine tugend zu machen, beim abendmahl schmerzt es richtig.

gab schon davor schismen, die abspaltung der katholischen von der orthodosen kirche etwa. und die katholischen stehen ohne ikonen da, gebetet wird zum gestorbenen christus statt zum pantokrator.
in der orthodoxen kirche hat das kreuz seinen platz nur in der osterliturgie.

gut, was genau ändert sich nach der ehniss`schen reform? man darf gemeinsam messe feiern ohne schlechtes gewissen.
nach zehn gemeinsamen messen wird die sache wohl eh fad.

und nicht zuletzt hat es so seine funktion, wenn man gewisse dinge im verborgenen tut.
ich möchte letzteres als geheimnisvolle andeutung stehenlassen.