Aus meiner Sicht wäre ein demokratisches und ökumenisches Abendmahl ein guter und wichtiger Schritt Richtung gelebter Einheit der weltweiten Kirche. Demokratisch nenne ich es vor allem um anzudeuten, dass „dem Volk die Macht zurück gegeben wird“ – meiner Ansicht nach ist es notwendig, dass die „Sakramentsverwaltung“ auch offiziell nicht auf die Kleriker beschränkt wird, sondern von allen gelebt werden kann. Es ist zwar weit verbreitete Praxis, dass im Schutz der Privatwohnungen das Abendmahl ohne Amtsträger gefeiert wird, das finde ich sehr gut, wünsche mir jedoch, dass dies auch in Gemeinden möglich wird.

Unterschiede der Konfessionen finde ich dann schwierig, wenn sie kirchentrennend verstanden und gelebt werden. Daher bin ich für Ökumene, verstehe diese nicht als Einheitsbrei, sondern gelebte Einheit auch gerade in den Unterschieden.

Die Annahme evangelische Kirchen hätten keine Sakramente erscheint mir fragwürdig. Sie bezeichnen zwar weniger als Sakramente und es existieren Unterschiede in der Deutung des Begriffs Sakrament, dennoch gibt es Sakramente. Und weil ich mit dem Abendmahl sakramentale Bedeutung verbinde, denke ich auch, dass es wichtig ist regelmäßig gemeinsam Abendmahl zu feiern.