lieber daniel e.,

da schreibst du einen geistlichen artikel, der sehr schön ist, und damit es nicht fad wird empfiehlst du uns zum guten schluss den schwulen rabbi.

den zweiten artikel von peter aschoff (homosexualität) fand ich sehr seriös, er geht nicht einmal so weit uns heterosexuellen ein schlechtes gewissen zu machen weil wir nicht homos sind ;)

ich finde aber jedenfalls, homosexualität muss man, als christ/christin, jedenfalls im zusammenhang mit jesu engagement für randgruppen sehen. homos sind -und bleiben- eine randgruppe und sollen nicht als gutes beispiel für andere dienen!
mit jedem, der vom schicksal schlechte karten bekommen hat, die ihn – ohne schuld – an den rand der legalität drängen (in manchen ländern, gewissen zeitabschnitten) und jedenfalls der kritik und dem mutwillen einer satten mehrheit des mainstream ausliefern, hat mein mitgefühl, so auch schwule, die sich religiös engagieren wollen.

bloß sind schwule – und das reden über sie – derzeit so unglaublich cool, dass ich solche meinungen bei heranwachsenden noch gut verstehe – da ist es in der peer-group überlebenswichtig, cool zu sein – aber du auch dieser meinung bist, daniel, frag ich mal, wieso: aus rationaler überlegung? aus mitempfinden mit kämpfern dafür, so sein zu dürfen, wie man geboren (oder erzogen) wurde? oder einfach, um cool zu sein?

würde mich über deine stellungnahme freuen, will nicht echo-los in den virtuellen raum schimpfen.
und danke für deine antwort bzgl. abendmahl, mein zweiter beitrag war dann wohl zu rabiat :)