„Vor einiger Zeit erzählte eine junge Frau, dass sie nun nicht mehr Christ sei. Sie könne nicht mehr an einen Gott glauben, der Homosexuelle ablehne, und ihnen den Zugang verweigerte.“

Sowas halte ich für sehr seltsam. Wie kann man aufhören, an Gott zu glauben, weil einem etwas nicht passt, was er sagt oder was er laut anderen gesagt haben soll? Selbst wenn Gott mit sagen würde, ich solle ab sofort ein Haasenkostüm anziehen und rückwärts durch Dortmund laufen, läge es an mir, zu entscheiden, ob ich weiter an diesen Gott glauben sollte. Wenn es ihn gibt, kann man leider nichts daran machen, was er will oder was er nicht will.

In meinen Augen sind solche Argumente a la „Gott soll gegen Schwule sein? Dann glaub ich nicht mehr an ihn“ nur Vorwand, um dem Glauben einen letzten Tritt zu versetzen. Letztendlich sollte man doch an der Wahrheit interessiert sein, an dem, wie Gott wirklich tickt. Und nicht daran, wie ich mir gerne wünschte, wie er tickt.