Ich schätze, die Aufgabe der Journalisten liegt genau in diesem Spannungsfeld zwischen „schnell“ und „tief“. Ein reflektierter, gut recherchierter Artikel zu einem brandaktuellen Thema wird immer mehr Aufmerksamkeit ziehen, wenn er da ist, wenn’s brennt und nicht 3 Wochen später. Allerdings vergeht mit der Zeit auch so manche Fehlinformation und die Dichte an recherchierbaren Medien wächst dem Journalisten zugute.

Mir persönlich reicht einmal am Tag (oder mehrmals am iPhone) ein Überblick zu news.google.de, um grob zu wissen, was Phase ist. Springer habe ich dort soweit es geht ausgeklammert.

Um tiefer in die Materie einzusteigen, lese ich gerne Zeit oder Spiegel – aber auch dafür brauche ich Ruhe.

Ein Journalist wird immer seine eigene Meinung bzw. Position einbringen, anders geht es ja gar nicht. Die Frage ist nur, in welchem Maß. Wenn die Meinung überwiegt, hast Du einen „Kommentar“, wenn sie fast nicht zu erkennen ist, eine sachliche Aufklärung, die dann auch mal langweilig werden kann.

So viel dazu aus meiner kleinen Kopfdisco.