Gute Punkte. Hier noch meine Kopfdisko:

Journalisten, ob on- oder offline, haben mindestens vier wichtige Dinge, die anderen fehlen: erstens, Zeit zum recherchieren. Die ist knapp, aber vorhanden. Zweitens, Kontakte. Nur so kommt man an Infos und kriegt spannende Interviews. Drittens, Zugang zu Informationsquellen, die anderen verschlossen bleiben (Meldungen der Nachrichtenagenturen, Presseverteiler von Organisationen). Viertens, eine gute Schreibe. Damit das Lesen Spaß macht. Das gilt nicht für alle Journalisten, aber für einige.

Mein Punkt: Journalisten wird es immer brauchen, selbst wenn die Papierzeitung sterben sollte.

Der Zeitdruck macht den Job der Journalisten nicht leichter. Aber die Kollegen vom Radio arbeiten seit bald hundert Jahren mit einem vergleichbar schnellen Medium. Das geht sehr gut. Anders als beim Radio redet im Internet (glücklicherweise) jeder mit; Recherchiertes mischt sich mit Meinung und manchmal mit Müll. Eine Aufgabe der Journalisten ist es, sich durch Qualität vom Noise abzuheben.