Jürgen Moltmann

Heute wird Jürgen Moltmann, ein wunderbarer Theologe, 85 Jahre alt. Ich verdanke Moltmann sehr viel, und rechne ihn zu den einflussreichsten Inspirationen auf mein theologisches Denken und damit natürlich auch für mein ganz normales Leben.

Auf evangelisch.de wurde anlässlich seines Geburtstags ein Interview veröffentlicht, das sich sehr zu lesen lohnt. Zwei Gedanken aus diesem Interview möchte ich kurz zitieren.

Auf die Frage wie er sich die Kirche der Zukunft vorstellt, antwortete Jürgen Moltmann folgendes:

Die Gemeinde ist die Kritik der Kirche und ihre Zukunft. Wir müssen daher Gemeinde aufbauen. Gemeinde wird von Gemeindegliedern aufgebaut, nicht von Pfarrern. Wir alle sind Laien, jeder Bischof ist ein Laie. Und ein Laie ist ein Mitglied des Volkes Gottes. Ich bin dafür, eine Reform der Kirche von unten zu machen. Betreuungskirche funktioniert immer weniger. Wenn wir in Zukunft in eine multireligiöse Gesellschaft kommen, müssen wir uns von der Staats- und Volkskirche verabschieden. Dann muss die evangelische Kirche freikirchliche Züge annehmen.

Was er im Zusammenhang mit Nihilismus zu Liebe sagt, ist ein gutes Schlusswort:

Die Liebe zum Leben muss gefördert und soziale Gerechtigkeit geschaffen werden. Die Erniedrigung von Menschen in einer Konkurrenzgesellschaft, wo die einen gewinnen und die anderen verlieren, fördert die Liebe zum Leben nicht, im Gegenteil. Man kann diese Aufsteiger- und Absteigergesellschaft auch stoppen und durch eine stärkere Gemeinschaftsbildung ersetzen. “Gott liebt das Leben”, das ist christlicher Glaube.

Beide Zitate stammen aus dem Interview auf evangelisch.de. Auf dieses Interview wurde ich durch Daniel Hufeisen aufmerksam. Danke. Und falls dich noch weitere Gedanken von Jürgen Moltmann interessieren, wirst du in diesem Blog mit dieser Suchanfrage fündig.


Herzlichen Glückwunsch Herr Moltmann, und vielen Dank.

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