Danke für deine Gedanken, Daniel. Ich bin selbst irgendwie unsicher bei dieser Geschichte. Einerseits fühle ich mich auch unwohl, weil die Christen irgendwie wieder als Spielverderber dastehen und sich auch was vormachen, wenn sie denken, dass durch Verbote Besinnung entsteht (das stellst du ja schön da). Ich stimme dir auch zu, dass wir kein christliches Land sind und möchte auch in keinem leben.

Dennoch denke ich, dass vieles aus unserer christlich-jüdischen Tradition auch im Gebilde eines Staates viel Sinn macht. Da geht es um ethische Fragen, aber auch um Fragen des Lebensrhythmus. Zum Beispiel finde ich es gut, dass es das Wochenende gibt und den Sonntagsschutz – wenn auch nicht für meine eigene Berufsgruppe :-) Ich glaube, auch eine Gesellschaft und Institutionen brauchen Zeit zum Durchatmen. Und auch der Sonntagsschutz lässt sich ja nur durch Verbote durchsetzen, oder? Ich bin mir aber eben nicht ganz sicher, ob der Vergleich legitim ist oder das Tanzverbot noch auf einer anderen Ebene liegt als die Frage der Arbeitsfreiheit.