War auf jeden Fall ein kreativer Umgang mit dem Tanzverbot, stumm zu hunderten in Frankfurt mit iPods und mp3-Playern zu tanzen. Glauben ist ein Angebot, das lässt sich nicht verordnen, und mit Verboten erreicht man genau so viel, wie wenn man einen Gummiball auf die Erde wirft in der Erwartung, er möge genau dort liegen bleiben. Die Art von Protest in Frankfurt ist ein best case Szenario, ein sehr freundlicher Umgang mit einem arroganten, lebensfeindlichen Gehabe. Man könnte doch auch ins Feld führen, dass es zu keinem Tag des Kirchenjahres mehr Grund zum Tanzen gibt als an Karfreitag, wenn man ernst nimmt, welche Bedeutung der Tod Jesu für das Einzelschicksal haben kann. – Andererseits möchte ich auch nicht in Abrede stellen, was Simon sagt. Die Rhythmisierung des Lebens ist unbedingt wichtig für unser Wohlergehen und wir brauchen besondere Tage. Dieser Bereich wankt in unserer Gesellschaft etwas. Mal von Weltmeisterschaften abgesehen… ;-)