Improvisation

Heute Nachmittag schrieb ich einen Eintrag, in dem ich den Begriff der »Wiederholung« nach Walter Benjamin, wie ihn Arne verwendet, um die Nuance der »Improvisation« ergänzte, um nun, bei der Lektüre eines Interviews auf zeit.de festzustellen, was mir an Improvisation auch noch gefällt – die diskursive Eigenschaft:

Diskursivität liegt mir sehr am Herzen. Sie ist nämlich ein ganz wichtiges Kriterium dafür, dass Kommunikation gelingt. Ich habe den Verdacht, dass Improvisation ein klassischer Fall von Diskursivität ist: Improvisation ermöglicht ein Hin- und Her zwischen einer Person, die gewissermaßen auf der Bühne steht, und dem Publikum auf der anderen Seite. Die neuen Medien machen möglich, dass man antwortet, dass man zuhört, dass man Spiel zulässt. Das heißt auch, es passieren Dinge, die man nicht geplant hat. Und das Spannende ist: Am Ende kommt etwas heraus, was noch viel großartiger ist als das, was ursprünglich vorgesehen war.

Quelle: zeit.de – „Das Netz ist gut für Improvisationen“ ein Interview mit Sabria David

In dem Interview geht es zwar vor allem um die Kommunikation von Firmen in Social Media, die Diskursivität der Improvisation jedoch lässt sich meiner Ansicht nach auch leicht auf andere Bereiche übertragen. Improvisation bleibt spannend, da ihr Verlauf nicht komplett vorhersehbar ist, und somit das Ergebnis nicht zu beginn feststehen kann. Dies wiederum erinnert mich an den Begriff »dynamische Kontextualisierung«, den ich bei Hans-Werner Gensichen gelesen, und hier darüber geschrieben habe.

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