Generation XY

Gestern habe ich damit begonnen die Biographie von Marshall McLuhan zu lesen, mit der, wie der Klappentext vollmundig verkündet, Douglas Coupland das Genre der Biographie neu erfindet. Coupland schafft es mit dieser McLuhan-Biographie tatsächlich mich zu begeistern. Diese Feststellung ist insofern verwunderlich, da ich Biographien selten spannend finde. Auf der anderen Seite jedoch logisch, weil ich mich sowohl für eine Fan von McLuhan als auch von Coupland halte. Während ich zu einem anderen Zeitpunkt gerne etwas zu Marshall McLuhan schreiben möchte, will ich heute eine Randbemerkung aufgreifen.

Auf Seite 27 schreibt Coupland etwas über seinen Roman »Generation X«, indem er über Leute schreibt, die versuchen eine immer schneller werdende Kultur zu begreifen, in dem sie sich Geschichten erzählen.

Dem Buch [Generation X] liegt die Idee zugrunde, dass, 1991 und dank der heutigen Technik, das Konzept der Generationen veraltet ist und wir ein Zeitalter betreten, in dem jedes Individuum eine eigene Generation darstellt. Und so folgte ein jahrelanger Generationsbenennungsirrsinn, der von vornherein zum Scheitern verurteilt war.

Douglas Coupland, Marshall McLuhan: eine Biographie, Seite 27.

Diese Aussage finde ich sehr interessant, da die Verwendung des Generationsbegriffs bei Coupland scheinbar ironisch war, in der Rezeption dann ernst genommen wurde. Mit seinem aktuellen Roman »Generation A« scheint er diese Ironisierung des Begriffs und des Versuchs ein Muster zu fassen weiter zu führen. Diesen Roman werde ich wohl in naher Zukunft ebenfalls lesen.

2 Reaktionen

  1. Ach,

    Hab gar nicht mitgekriegt, das er ein Biographie über McLuhan geschrieben hat, werde ich auf mene Liste schreiben… danke!

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