Ja das ist interessant und man kann das noch ergänzt mit der anderen Zizek Einführung (Zizek and theology), wo es über das „Warten auf den Heiligen Geist“ geht.
Deshalb windet sich Zizek positiv zu sagen, worauf er hinauswill (auch wenn es jetzt nicht so schwer zu formulieren wäre): weil man sonst immer im Rahmen der symbolischen Ordnung bleibt und Zizeks Platz wäre heute: „Kapitalismuskritiker“ „Neomarxist“ und „Popstar-Philosoph“. Eigentlich sucht er nach einer Bewegung, wo tatsächlich „von unten“ etwas radikales passiert, eine wirkliche Tat die den Rahmen verändert. Aber er findet sie noch nciht wirklich (die Idee ist ja, dass man in den Slums der großen Städte eines Tages fündig wird).
Wobei ich auch die Übertragung auf Gemeinde interessant finde. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum wir -obwohl es wirklich um eine Praxis vor Ort geht – so zurückhaltend sein müssen damit, Modelle und Konzepte zu entwickeln.