Ja ich fand das das hilfreichste Kapitel des Buchs. Vor allem hat es mir auch das Objekt a und seine Beziehung zum Begehren angetan. Heil definiert das Objekt a als die Objektursache des Begehrens. Das Begehren ist irgendwie immer im Modus der Nostalgie: es trauert etwas nach, dass es nie bessesen hat und das ist dann das Objekt a.
Das heißt: wenn du verstehen willst, wie jemand „tickt“, dann Frage: was ist sein Objekt a, wonach ist er auf der Suche. Was fehlt ihm? Die Beispiele sind ja ganz gut: von der verlorenen Unschuld der Kindheit bis zum Mythos vom guten Sex oder der verlorenen Intimität mit Gott. Wir haben quasi einen unstillbaren Mangel in uns, weil wir einfach unvollständig sind und diesen Mangel und wir denken fälschlicherweise, dass es einmal eine Zeit/einen Ort gab, wo wir diesen Mangel nicht kannten und das bezeichnet das Objekt a. Aber ich hab immer noch das Gefühl, noch nicht ganz durchgedrungen zu sein zu Lacan/Zizek….