Insurrection

Seit heute ist das neue Buch von Peter Rollins erhältlich. Den Entstehungsprozess des Buches habe ich interessiert via Blog und Twitter verfolgt, und war sehr gespannt auf das fertige Buch. Heute nun konnte ich die Kindle-Version herunterladen und die ersten Seiten darin lesen.

Im Vorwort schreibt Rollins folgendes zu seinem Vorhaben:

»In Insurrection, I endeavor to outline what this radical expression of a faith beyond religion might look like and how it has the power to give birth to a radically new form of Church, one with the power to renew, reform or even transcend the present constellation of conservative, liberal, evangelical, fundamentalist, and orthodox communities.«

Das Buch ist wieder gespickt mit diesen kleinen Parabeln, die seinen Gedankengang auf eine andere Weise beleuchten, und die kognitive Auseinandersetzung mit interessanten und anregenden Fragen auf gute Weise ergänzen.

Im ersten Kapitel geht er dem Gedanken nach, dass Menschen sich danach sehnen von jemandem begehrt zu werden. Ich möchte, zumindest für eine Person, jemand besonderes sein. Aus dieser Sehnsucht leitet Rollins eine Sehnsucht nach Gott ab, jemanden der mich sieht und mich für ganz besonders und einzigartig hält. Ein solcher Gott findet jedoch vor allem am Rand meines Lebens einen Platz. Wenn es mir schlecht geht oder mich kein Mensch zu lieben oder beachten scheint. In der Mitte des Lebens, wenn es mir gut geht und das Leben gelingt, bedarf es keines Gottes. An diesen Gedanken ist unschwer seine Orientierung an den Überlegungen Dietrich Bonhoeffers zu einem religionslosen Christentums zu entdecken.

In Anlehnung an Bonhoeffer geht er im Verlauf des Kapitels auch auf den Begriff Deus ex machina ein:

»For Bonhoeffer, the Church approached God as a deus ex machina. God was merely an idea clumsily dropped into our world in order to fulfill a task. God was introduced into the world on our terms in order to resolve a problem rather than expressing a lived reality. The result is a God who simply justifies our beliefs and helps us sleep comfortably at night. God is brought into the picture only when we face a problem of some kind that doesn’t lend itself to solution by other means. In Bonhoeffer’s view, this God plays the same meager role as the supernatural beings in third-rate Greek plays.«

Peter Rollins, Insurrection, Page 13 (Position 308).

Die ersten Seiten des Buches gefallen mit bereits sehr gut. Die Gedanken Bonhoeffers zu einem religionslosen Christentum haben mich sehr inspiriert und ich freue mich, dass Rollins an diese Gedanken anknüpft.

5 Reaktionen

  1. Hey Daniel. Danke für die kleine Vorschau. Werde mich jetzt mit meinem jetzigen Buch beeilen müssen, Insurrection steht schon länger auf meiner Bücherliste (sowie „The Fidalitx Of Betrayal). Freu mich schon drauf. ;-)

  2. […] gleich weiterlesen möchte, findet bei Daniel Ehniss schon mehr zu Insurrection. Glaube, Gottesbilder, Pete Rollins, […]

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  • peregrinatio » Gott – dein größter Fan?

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