AeroPress

Eine AeroPress am Morgen

In letzter Zeit wurde meine Liebe zu Kaffee, der mit einer AeroPress zubereitet wurde, stärker. Hatte ich vor einiger Zeit noch gesagt, dass ich einen Filterkaffee einem aus der AeroPress vorziehe, sage ich heute, dass ich sie beide gleich gerne habe. Soweit ich es beurteilen kann hat das viel mit der Zubereitungsart zu tun, und genau daran habe ich in letzter Zeit experimentiert. Auf zwei Aspekte davon möchte ich hier eingehen.

Mahlgrad

Die Bohnen können für die AeroPress entweder so fein gemahlen werden wie für einen Espresso, oder aber so grob wie für den Filter. Mir schmeckt der Kaffee am Besten, wenn der Mahlgrad irgendwo zwischen diesen beiden Werten liegt, also etwas feiner als für den Filter und etwas grober als Espresso.

Extraktionszeit

Die Zeit in der sich Kaffeemehl und Wasser in der Kammer befinden ist einer der Aspekte an denen man am meisten Experimentieren kann. Einige Anleitungen sprechen davon, die Mischung zwischen 10 und 20 Sekunden zu rühren, sie dann etwas ruhen zu lassen, und anschließend den Kolben herunterzudrücken. Inspiriert durch meinen Besuch bei The Barn am vergangenen Sonntag teste ich nun eine andere Zubereitungsart, die auf Tim Wendelboe zurückgeht.

Tim gießt Wasser auf das Kaffeemehl und rührt kurz um. Direkt danach führt er den Kolben in die Kammer und lässt die Mischung geschlossen ruhen. Nach einer gewissen Zeit rührt er nochmals kurz um und verschließt die Kammer erneut. Nach ca. 45 Sekunden drückt er den Kolben hinunter.

Um das Durchlaufen des Kaffees während der Extraktion zu verhindern kann der Kolben, nachdem er eingeführt wurde, leicht nach oben gezogen werden, dadurch entsteht ein Vakuum. Das herunterdrücken des Kolbens, was ungefähr 20 Sekunden dauert, sollte dann beendet werden, wenn das Austreten der Luft hörbar wird. Da sich zwischen Kaffee und Kolben ein Vakuum gebildet hat, ist dieser Punkt erreicht bevor der Kolben das Kaffeemehl berührt.

Auf diese Weise lässt sich mit der AeroPress ein Kaffee zubereiten, dessen Aroma ähnlich nuanciert ist, wie mit einem Filter.

Ich werde weiter experimentieren, und freue mich natürlich, wenn ihr eure Tipps zur Zubereitung mit der AeroPress in den Kommentaren hinterlasst.

2 Reaktionen

  1. Ah, yeah. Sehr cool, werde diese Methode nächste Woche mal testen und drucke mir Deine Anleitung jetzt aus. Die anderen zwei in Tims Eintrag, den Du im Zaubern mit der Aeropress-Artikel verlinkt hast, kapiere ich nicht (da reichen mein Englisch und meine Fachkenntnis
    nicht aus). Ob Du diese vielleicht hier übersetzen & vorstellen magst? Ich würde mich freuen!

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