Zaubern mit der AeroPress

Kürzlich erreichte mich eine Nachricht von Johannes mit einem Link zu Zubereitungsmethoden mit der AeroPress im Blog von Tim Wendelboe. Da ich gerade auf dem Weg zum Spielplatz war, speicherte ich den Link zunächst.

In dem Eintrag finden sich die Zubereitungsmethoden der drei Finalisten der AeroPress-Weltmeisterschaft von 2009.

Bisher habe ich nur die Methode von Alex ausprobiert, über den Kaffee den man damit zaubern kann schrieb Tim: »Alexs Kaffees hatten einen intensiv fruchtigen Charakter und einen schweren weinigen Körper.« Hier nun also die Methode:

Sidamo / AeroPress

Beginne damit die AeroPress mit frisch gekochtem Wasser durchzuspülen, dabei feuchtest du das Filterpapier an.

Fülle 20 Gramm frisch gemahlenen Kaffee in die Hauptkammer der AeroPress. Wähle denselben Mahlgrad, den du auch für den Handfilter verwendest.

Gieße kochendes Wasser bis zur (1) in die innere Kammer des Kolbens und warte 5 Sekunden.

Fülle das Wasser aus dem Kolben in die Hauptkammer. Während sich die AeroPress über einem Gefäß befindet vermischst du den Inhalt kurz, achte darauf dass das gesamte Kaffeemehl nass ist.

Gieße Wasser aus dem Kocher bis zur (3) in den Kolben.

30 Sekunden nachdem du das erste Wasser zum Kaffee in der Hauptkammer gegossen hast, gießt du das restliche Wasser aus dem Kolben dazu. Dann drückst du den Kolben hinunter, bis der Kaffee sich im Gefäß befindet. Wichtig ist, dass du kurz bevor das »pppffssstt-Geräusch« zu hören ist aufhörst zu drücken.

Nun kannst du den Kaffee servieren.

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Die Tasse auf dem Bild oben enthält Kaffee, der auf diese Weise zubereitet wurde. Es handelt sich dabei um die Sidamo-Bohne von Coffee-Circle, aus der ich bisher noch auf keine andere Weise ein so deutlich fruchtiges Aroma entlocken konnte.

6 Reaktionen

  1. […] AeroPress zubereitet habe, stelle ich fest, dass der Kaffee mir am Besten schmeckt wenn er mit der AeroPress zubereitet […]

  2. Ich dachte, da lese ich doch nochmal genauer durch. Denn ich war mir unsicher, ob Alex den Kaffee mischt und ab wann die 30 Sekunden zählen. Beim Mischen dachte ich „ha!“ denn ich hatte das bisher immer gemacht. Und jetzt lese ich mir mal noch die anderen Methoden durch, die habe ich noch nicht probiert.

  3. Ich benutze die Methode seit längerem und bin mit dem Ergebnis immer sehr zufrieden. Ein paar Details, basierend auf meinen Erfahrungen:

    In der Regel lasse ich das Wasser auf ca. 90° abkühlen, bevor ich beginne. Das wäscht weit weniger Bitterstoffe aus dem Kaffee und sorgt direkt für mehr Aroma.
    Die 30 Sekunden werden ab dem Moment gezählt, wenn der Kaffee mit Wasser in Berührung kommt. Das „Blooming“ sollte insgesamt ca. 30 Sekunden dauern. Bei älteren Bohnen kann man auch mit einer etwas längeren Blooming-Phase experimentieren.
    Ich würde vor dem Runterdrücken auf jeden Fall noch mal kurz umrühren, damit der Kaffee sich wirklich gut verteilt. Das Drücken sollte 20 bis 25 Sekunden in Anspruch nehmen.

    Der nach dieser Methode gebrühte Kaffee ist recht intensiv. Die meisten anderen Aeropress-Methoden verwenden zwischen 16 und 18 Gramm Kaffee. Deswegen spricht aus meiner Sicht auch nichts dagegen, den Kaffee mit heißem Wasser zu verlängern.

  4. […] Seite ein wenig den Rücken frei. Da ist es sehr praktisch, dass ich mir vor zwei Wochen eine Aeropress bestellt habe. Ich bin mir nicht sicher ob es tatsächlich mehr “Wachheit” bringt […]

Mentions

  • Nachtarbeiter | Schleudergefahr
  • Wasser und Kaffee | Daniel Ehniss

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