Danke für den Beitrag, Daniel. Eben las ich einen Artikel in der TAZ, der dazu passt:

http://www.taz.de/Silikon-und-Ideale/!85422/

Das Ideal ändern: bitte, gerne! Das wird schätzungsweise leider nicht von heute auf morgen gelingen. Bis dahin kann ich schon mal versuchen meine persönliche Einstellung zu optimieren. Vielleicht brauche ich als Betroffener Strategien, wie mir das unerreichbare Ideal gleichgültiger wird und wie ich es schaffen kann, zu meiner Natur zu stehen. Gegenseitige Bestätigung und Wertschätzung kann hierbei sicher ein Schlüssel sein.

Als Designer, Künstler, Ästhet etwas zu schaffen, das nicht klinisch perfekt sein will, erfordert meiner Meinung nach sehr viel Mut. Oft entsteht gerade daraus eine natürliche Lebendigkeit, welche ein Kunstwerk nahbar und ehrlich wirken lässt. Ohne dabei seine Schönheit einzubüßen.

Um dafür ein etwas bekannteres Beispiel von vielen in der Musik zu nennen: das Album For Emma Forever Ago von Bon Iver.

Den Diskurs von der medizinischen in die kulturelle/soziale Ebene zu bewegen erscheint mir in jedem Fall sinnvoll.