Religion für Atheisten

Seit einiger Zeit folge ich Alain de Botton auf Twitter. Seine Gedankenfetzen und Anmerkungen finde ich sehr inspirierend. Irgendwann begann er damit immer öfter über Elemente von Religion zu schreiben, und schließlich stellte sich heraus, dass er im Januar ein Buch mit dem Titel »Religion for Atheists« veröffentlicht. In diesem Buch folgt er dem Gedanken, dass auch wenn Religion unwahr ist, die säkularisierte Gesellschaft das Gute davon behalten sollte. Das Buch werde ich wohl demnächst lesen, bis dahin verfolge ich die Artikel darüber weiter interessiert.

Auf der Webseite des Guardian erschien ein Artikel von de Botton, indem er skizziert was die Kunst und die Museen von Religion lernen können. Darin geht er zunächst darauf ein, dass eine Leere entsteht, wenn Kunst nur um ihrer selbst Willen existieren soll. Religiöse Kunst folgt, nach den Beobachtungen de Bottons, einem gewissen Zweck, sie will die Betrachter auf bestimmte Bereiche aufmerksam machen, und dazu beitragen, dass sie ein gesunderes und stimmigeres Leben führen. Sie hat also eine Aussage. Die Aussage kann zwar einfach sein, das Kunstwerk hingegen nicht platt. Museen könnten die neuen Kirchen sein, Orte an denen man zur Ruhe findet, Kraft tanken kann, und gestärkt weitergeht.

The challenge is to rewrite the agendas for our art museums so that collections can begin to serve the needs of psychology as effectively as, for centuries, they served those of theology. Curators should attempt to put aside their deep-seated fears of instrumentalism and once in a while co-opt works of art to an ambition of helping us to get through life.

Quelle: Alain de Botton auf guardian.co.uk

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