Mit dem Rad

Als überzeugter Radfahrer freut es mich natürlich, wenn Konzepte wie das der Fahrradstadt Kopenhagen Schule machen sollen. Ist man häufig mit dem Rad unterwegs stößt man regelmäßig auf Verhaltensweisen von Autofahrern, die einen gefährden, übergehen und ab und an einfach nur ärgern.

Neben der Notwendigkeit des allgemeinen Umdenkens erscheint mir eine Neuordnung der Verkehrsverteilung von großer Bedeutung. Mikael Colville-Anderson drückt das so aus:

„Wenn Sie bei einer fixen Fläche den Fahrradanteil erhöhen wollen, gibt es nur eines: Sie müssen dem Autoverkehr Raum wegnehmen“, sagt der Radfahr-Experte.

Quelle: zeit.de – Mach’s wie Kopenhagen

Die Neuverteilung des Raumes muss auch in den Köpfen stattfinden. Kopenhagen scheint hier gute Wege zu gehen, Parkplätze für Autos werden knapper, da der Platz bspw. für Radwege gebraucht wird. Die Grünphasen von Ampeln werden an die Geschwindigkeit der Radfahrer angepasst, wonach man eher bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h die „grüne Welle“ genießen kann, als mit 50. Des Weiteren sprechen die Experten sich dafür aus den Verkehr zu verlangsamen, wenn Radfahrer und Autofahrer sich eine Fahrspur teilen, und setzen auf getrennte Fahrbahnen wenn der Autoverkehr mit 50 km/h fließen soll.

Ich hoffe, dass wir auch im Ländle des Automobils Schritte in diese Richtung weitergehen können, und das Auto seine Vormachtsstellung im Verkehr einbüßt. Vielleicht verändern sich dann auch unsere Straßen von bloßen Korridoren zu Lebensräumen.

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