Familie und Beruf

Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Genauso wie Martin kürzlich unsere Bürogemeinschaft gelobt hat – was ich definitiv auch noch vor habe – möchte ich mit diesem kurzen Eintrag die Möglichkeit des mobilen Arbeitens loben.

Wer, wie wir, versucht Familie und Beruf zu vereinigen, ist in vielen Situationen auf Flexibilität angewiesen. Mit drei Kindern und zwei Berufstätigen Eltern folgt der Alltag gewissen Routinen, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Werden diese Routinen gestört, beispielsweise durch eine Krankheit, ist Flexibilität unerlässlich.

In den letzten Monaten, mit neuem Büro und einer anregenden Arbeitsatmosphäre, dachte ich, der mobile Rechner könnte ohne weiteres durch ein stationäres Pendant ersetzt werden. Diese Woche jedoch führte mir vor Augen wie praktisch und gleichzeitig unerlässlich es für mich ist, den Arbeitsplatz in den Rucksack zu packen und auf dem Rücken mit mir herumzutragen. Auf diese Weise habe ich die Möglichkeit an wichtigen Projekten von zu Hause weiter zu arbeiten, und dennoch für mein krankes Kind da zu sein. Die Arbeit ist dann begleitet von Bilderbüchern, Spielen und mit etwas Hausarbeit garniert.

In der Beschäftigung mit unterschiedlichen Familienbildern und Geschlechterrollen fiel mir auf, dass die Phase in der ich mich befinde, nach wie vor die Grenzen zwischen Beruf und Familie verwischt. Wir gehen zwar nicht mehr zur vorindustriellen Ära zurück und arbeiten und leben als ganzes Haus zusammen, die strikte Trennung zwischen Privatleben und Öffentlichkeit jedoch ist auch überholt. So kann es passieren, dass ich mit dem kranken Kind auf dem Schoß am Telefon ein Projekt durchspreche, oder auch mit einem Kunden über die Krankheit des Kindes spreche und, Dank seines Verständnisses, den Termin auf kommende Woche verschiebe.

Nach wie vor bin ich ein Freund von Betreuungsangeboten für Kinder, da diese die Grundlage für eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf bilden, in Ausnahmefällen jedoch ist Flexibilität (egal ob es sich um Selbstständige oder Angestellte handelt) unerlässlich, wenn man nicht möchte, dass das Arbeitsleben auf Kosten der Kinder oder der Gesundheit geht.

3 Reaktionen

  1. Das ist sehr treffend! Ich kenne die Moment, wo Arbeit und Zuhause nicht mehr gut trennbar sind. Zum Glück ist das auch so. Manchmal ist es nicht ganz einfach. Aber einige kleine Rituale helfen dann, dass es nicht ganz ineinander fliesst.

    Und auf dem MacBook trenne ich das ganze mit evernote.com :-)

  2. Eine kleine Frage: Was verstehst du unter Betreuungsangeboten für Kinder und wie werden eure Kids betreut? Das finde ich ein spannendes Thema.

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