Eine Frage des Lebensstils

Spätestens seit meiner Begeisterung für Hardcore sympathisiere ich mit einem veganen Lebensstil. Die Idee ein Leben zu gestalten, dass allein auf pflanzliche und synthetische Produkte zurückgreift, und auf die Verwendung tierischer Produkte verzichten kann, begeistert mich.

Nach einem kurzen Intermezzo 1998/1999 entschied ich mich, der Einfachheit halber, wieder für einen vegetarischen Lebensstil, und achtete darauf lediglich tierische Produkte aus „artgerechter Haltung“ zu verwenden. In den letzten Wochen begegnen mir vermehrt Meldungen, die für mich den Genuss tierischer Produkte weiter in Frage stellen. Das hat natürlich vor Allem mit der Behandlung von Tieren zu tun, aber auch mit dem Thema Anbaufläche.

Daher bewege ich mich nun wieder stärker in Richtung eines veganen Lebensstils. Diesen Weg möchte ich jedoch bewusst undogmatisch gehen. Hinsichtlich Kleidung und Kosmetika achte ich schon eine ganze Weile darauf, der Verzicht auf Dinge wie Milch, Käse, Schokolade, Honig und Eier wird herausfordernder. Und wie sich das Ganze gestaltet wenn ich irgendwo zu Gast bin, muss ich auch noch überlegen. Wir werden sehen wohin das führt.

4 Kommentare

  1. Ich probiere das für mich gerade in der Fastenzeit aus. Knapp drei Wochen sind vorbei und ich fühle mich meist gut damit. Ich verzichte außerdem auf Weißmehl und Zucker.
    Was mir Sorgen bereitet ist der Konsum von Soja und Tofu. Denn auch hier kann man an der Qualität zweifeln (Gentechnik, Düngemittel, Toxine). Hafermilch und Reismilch sind für mich geschmacklich keine Alternative. Gibt es Studien dazu die nicht von irgendeiner Industrie beeinflusst wurden?

    Ich glaube eine undogmatische Herangehensweise ist die Beste. Versuchen weitestgehend auf tierische Produkte zu verzichten und wenn man mal Käse oder Eier essen möchte, dann eben nur aus Quellen die man gut kennt.
    Für mich waren die letzten Wochen sehr lehrreich, denn man wirft mit der Zeit auch so einige Zubereitungsarten über Bord die man von Kind auf kennengelernt hat. Zum Beispiel kann man Kuchen ohne Eier und Industriezucker backen und den Kinder schmeckt er trotzdem.

    So ist zumindest vorerst mein Plan.

    Schöne Grüße
    C

  2. Hi Christian,
    Studien zur Qualität von Soja in verschiedenen Sojaprodukten kenne ich nicht, momentan sehe ich nur die Möglichkeit sich ein Bild über die verschiedenen Tofu-Hersteller zu machen und ihren Selbstverpflichtungen gegebenenfalls vertauen zu schenken keine Gentechnik usw. zu benutzen. Da am Weltmarkt gehandeltes Soja üblicherweise nicht gekennzeichnet ist (ob genmanipuliert oder nicht) funktioniert das nur über direkte Kooperation mit den Produzenten, wofür es meines Wissens noch keine unabhängigen Prüfstellen gibt.

    Bruno Fischer bietet z.B. eine Sojamilch aus Östereichischen Sojabohnen an, hier kann man zumindest hoffen dass die europäischen Bio-Kontrollstellen ein Auge auf die Produktion haben.

    Im kürzlich von der Heinrich Böll Stiftung
    herausgegebenen Fleischatlas steht auch einiges interessantes zur Sojaproduktion. Es gibt dort auch Versuche der Hochrechnung wie viel Prozent der Sojaernte überhaupt direkt zu Lebensmitteln verarbeitet und wie viel Prozent der gesamten Landwirtschaftlichen Nutzfläche für die Produktion von tierischen Lebensmitteln beansprucht.

    Viele Grüße
    Kilian

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