Wer schreit am lautesten?

Antje Schrupp hat einen lesens- und bedenkenswerten Kommentar zum lauter werden konservativer Stimmen in der Christenheit geschrieben. Da ich gerade nicht dazu komme meine Gedanken in Worte zu fassen, und Antje das Wichtige deutlicher schreibt als ich es könnte, empfehle ich ihren Kommentar. Hier ein Auszug:

Angeblich geht es darum, die wahre Lehre des Christentums zu bewahren. In Wirklichkeit geht es aber natürlich darum, die Machtposition der Fundamentalisten innerhalb der evangelischen Kirche auszubauen und durch möglichst viele Unterschriften eine Drohkulisse aufzubauen.

Und es geht darum, bestimmte ideologische Vorstellungen vom Christentum zu zementieren (wie: Außerhalb von Ehepaaren, die aus genau einem Mann und einer Frau bestehen, darf es keinen Sex, keine Liebe, keine Kinder geben; Das Wichtigste an Jesus ist nicht die von ihm vorgelebte Ethik und die Lehre vom Reich Gottes, sondern dass er sich für uns hat ans Kreuz nageln lassen; Außerhalb von Jesus Christus gibt es keine Erlösung, das heißt, alle anderen Religionen sind falsch).

Quelle: Antje Schrupp, Die Kirche und ihre Trolle.

Der ganze Kommentar lohnt sich zu lesen, von daher einfach hier klicken …

Mit einem weiteren sehr guten Kommentar von Peter Aschoff möchte ich diesen Eintrag ergänzen, da er meiner Ansicht nach in eine etwas andere Richtung geht, sich aber sehr gut mit dem von Antje geschriebenen ergänzt. Als Ausschnitt aus seinem Kommentar wähle ich folgende Aussage:

Und damit vermittelt der Text unterm Strich den Eindruck, dass es den Autoren nicht um Kooperation, gegenseitige Ergänzung und lebendigen Austausch geht, sondern um das Beharren auf und die Durchsetzung von bestimmten Positionen.

Quelle: Peter Aschoff, Zum Aufstehen zu wenig

Und natürlich gilt auch hier, bitte den ganzen Eintrag lesen. Danke.

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