Aus Fehlern lernen

„Wir sind vielmehr gezwungen, im Umgang mit unseren Kindern eine Ethik zu entwickeln, die uns die Sinne für die Fehler schärft, die wir zwangsläufig begehen, und die es uns gleichzeitig ermöglicht, ganz offen die Verantwortung für diese Fehler zu übernehmen. Nur die Anwendung einer solchen Ethik erlaubt es den Kindern, sich frei und gesund zu entwickeln. Glücklicherweise können wir uns dabei jederzeit an ihrem kompetenten Feedback orientieren, wenn wir selbst nicht weiterkommen.“

Quelle: Jesper Juul. Dein kompetentes Kind: Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Familie, Position 772.

2 Kommentare

  1. Das wirklich Wichtige ist doch immer wieder die Gleichwürdigkeit in der Beziehung zwischen Eltern und Kind. Das ernst nehmen des Kindes als Subjekt, nicht als Objekt. Nur dann kann man das Feedback auch als kompetent ansehen.

    Solang man sein Kind nur als Objekt betrachtet, dem ich alles Mögliche beibringen muss, ist es ja eigentlich unmöglich das Feedback ernst zu nehmen.

    Und natürlich macht man Fehler. Aber wenn man die Verantwortung dafür übernimmt, kann man eigentlich nicht viel falsch machen.

    Mir fällt in Gesprächen mit meiner Tochter (7) immer wieder auf, dass ich manchmal immer noch überrascht bin, wie weit sie doch schon ist, und wie viel sie versteht.

    Grüße…:)

    • Danke für Deinen Kommentar Holger. In der Gleichwürdigkeit sehe ich auch einen sehr wichtigen Faktor. Für mich liegt darin – in der Hektik des Alltags – die Herausforderung, eben nicht „über das Kind hinweg zu handeln“ sondern gemeinsam mit dem Kind …

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