sprachlos

Die Ungerechtigkeit der amerikanischen Justiz, die gerade durch die Verweigerung Straftaten von Polizisten aufzuklären, die Menschenrechte mit Füßen tritt und zutiefst rassistisch ist, macht mich sprachlos.

Im Juli wird ein Mann, Eric Garner, auf den Straßen New Yorks von einem Polizisten erwürgt. Seine letzten Worte »Ich bekomme keine Luft mehr.« wurden zum Mantra des Protests. Vielleicht auch deswegen, weil sie über die Atemnot des durch die Staatsmacht Gewürgten hinausweisen. Das gesellschaftliche Klima entzieht Menschen, die nicht der – von wem auch immer definierten – Normalität entsprechen die Luft zu atmen. Auf mic.com erschien heute ein wichtiger Artikel von Jared Keller, der genau das thematisiert.

In einem Bericht über die aktuellen Proteste in New York auf taz.de, finden sich ebenfalls einige Hintergrundinformationen und die übersetzen letzten Worte Garners:

Als ein Polizist Eric Garner am 17. Juli wegen des angeblichen illegalen Zigarettenverkaufs zur Rede stellte, reagierte der sechsfache Vater mit den Worten: „Jedes Mal, wenn Ihr mich seht, macht Ihr diesen Mist. Ich bin es leid. Es hört heute auf. Ich verkaufe nichts.“ Wenige Minuten später war der asthmakranke 47-jährige Garner tot.

taz.de – Polizeigewalt in den USA

Eric Garner Protest Union Square to Rockefeller Center

Auf Zeit-Online wird Barack Obama mit der Forderung nach Taten und einem größeren Fortschritt zitiert:

»Es ist Zeit, größere Fortschritte zu machen, als bisher. Ich bin nicht an Worten interessiert, ich bin an Taten interessiert.«

Barack Obama, in ›US-Polizist entgeht Anklage nach tödlichem Einsatz‹, zeit.de

Ein gesellschaftlicher Wandel ist von Nöten. Wir brauchen ein gesellschaftliches Klima, in dem alle Menschen gleichberechtigt und gleichwürdig miteinander leben und Luft, Raum und Möglichkeiten zur Entfaltung haben.

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