Und wenn es alle so machen?

Welche Auswirkungen hätte es, wenn alle Menschen so leben würden, wie ich es tue? Wenn ich herausfinden möchte, ob ein Lebensstil sinnvoll ist, hilft mir diese Frage dabei eine Entscheidung zu treffen.

Das Leben ist heute nicht mehr vorgezeichnet. Die Entscheidung welche Wege wir gehen, und wie wir uns fortbewegen, ist nicht länger eine Vorgabe, sondern eine Aufgabe. Es ist Aufgabe einer/s jeden zu entscheiden wie sich das Leben entwickelt. Diese Aufgabe vereint Chance und Herausforderung. Chance, da nicht einfach blind gewissen Vorgaben gefolgt werden muss, sondern die Möglichkeit besteht andere, eigene Wege zu gehen. Zugleich aber auch Herausforderung, da immer auch entschieden werden muss welchen Fakten ich vertraue, welchen Vorbildern ich folge.

Die Aufgabe ein eigenes Leben zu entwickeln, stärkt das Gefühl alleine für das eigene Leben verantwortlich zu sein. Das ist eine wichtige Erkenntnis, dennoch schiebt sie sich nicht selten vor die Wahrnehmung der Auswirkungen der Entscheidungen auf das Leben anderer. Die Dimension der Weltgemeinschaft, Menschen, Tiere und Erde, gerät aus dem Blick. Wir leben jedoch nicht für uns alleine. Jede Handlung hat Auswirkungen, sowohl auf das direkte Umfeld als auch weit darüber hinaus.

Die Entscheidungen, die getroffen werden müssen – welche Gesellschaft wünsche ich mir, welche Weltanschauung erscheint mir sinnvoll, wie verhalte ich mich anderen/fremden gegenüber, was bedeutet mir Freundschaft, wie lebe ich meine Beziehungen, wie gehe ich mit meinen Eltern und Kindern um, wie halte ich es mit dem Impfen, wie ernähre ich mich, welches Konsumverhalten erscheint mir richtig – kann ich demnach nicht nur mit mir selbst im Blick entscheiden, sondern immer auch mit der Frage verbunden, wie es wäre, wenn alle das so machen würden wie ich?

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