Heilsame Gedanken

Im Nachklang einschneidender Ereignisse, wie den Anschlägen von Paris und Beirut letzte Woche, wird viel geredet und geschrieben. Den Artikel If the West closes its borders, the terrorists will have won von Laurie Penny auf newstatesman.com finde ich sehr gut.

Laurie Penny schreibt darin, dass die Gefühle und Gedanken nach einer solchen Katastrophe sehr wichtig sind. In Schmerz, Trauer und Wut werden auch Gedanken an Rache und ähnliches auftauchen, auch wenn es nicht richtig wäre entsprechend zu handeln, ist es dennoch gut und wichtig diesen Gedanken Raum zu geben. Das Handeln jedoch sollte sich nicht daran orientieren, keine harten Grenzen zwischen ›uns‹ und ›denen‹ beschwören, keinen Generalverdacht aussprechen und auch keine Gegenoffensive starten.

»Kindness, diversity and decency are weapons that can only be brought to one battlefield, and it happens to be the one territory that Isis cannot afford to lose. It is the territory of the collective human imagination, and it has no borders at all. We are allowed to be shocked. We are allowed to grieve. But if we allow ourselves to be provoked into bigotry, cruelty and intolerance, then the terrorists will have won. It’s the only way they ever get to win.«

— Laurie Penny, If the West closes its borders, the terrorists will have won. The New Statesman.

Ähnliches sehe ich beispielsweise auch in den so genannten Rachepsalmen der Bibel. In ihnen ist Raum für alle Gefühle und Gedanken. Diese Gedanken müssen gedacht – und nicht unterdrückt werden – um die Luft zum Atmen zurück zu bekommen, um dann wieder offen und verbindend leben zu können.

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