Was ist ein starkes Kind?

»Ein starkes Kind ist ein gesundes Kind mit einem gesunden Selbstwertgefühl, der Fähigkeit zur Empathie, einem soliden Selbstvertrauen und einer gut entwickelten Reihe psychosozialer Fähigkeiten – ein Mensch, der sich der Liebe würdig fühlt, der selbstbewusst ist, ungezwungen mit anderen umgehen kann und der sich seiner Abhängigkeit von und Verbundenheit mit allen anderen Menschen bewusst ist.«

Jesper Juul, Leitwölfe sein: Liebevolle Führung in der Familie, Seite 171.

20 Reaktionen

    • Hallo Wolfram,

      über die Möglichkeiten eine solche Entwicklung zu unterstützen werde ich demnächst etwas schreiben. Das Umfeld in dem ein Kind heranwächst spielt hierbei eine sehr große Rolle, wenn jedoch Führung – auch in Kindertagesstätten, Vereinen, Jugendhäusern und Schulen – starke Kinder zum Ziel hat, dann ist eine solche Entwicklung auch für Kinder möglich, die in ihrem direkten Umfeld anderen Einflüssen ausgesetzt sind.

      Beste Grüße,
      Daniel

  1. Puh. Also alles darunter ist krank? Ich kenne noch nicht mal einen Erwachsenen, der so eine Zuschreibung für sich vollständig in Anspruch nehmen kann.

    • Hallo Martin,

      nein der Satz zielt nicht darauf ab zu definieren ob ein Mensch gesund oder krank ist, er stellt vielmehr die Frage, welches Ziel unser Umgang mit Kindern hat.

      Juul stellt die Frage, ob unser Ziel starke Kinder sind, oder ob dies zwar theoretisch ein Ziel ist, wir aber viel lieber gehorsame Kinder hätten. Seiner Ansicht nach ist die Forderung nach Gehorsam für die Entwicklung eines starken Kindes eher kontraproduktiv, da Führung innerhalb der Familie auf Dialog beruht, und alle Beteiligten voneinander lernen, und das Lernen von der Erfahrung der Erwachsenen von Seiten der Kinder freiwillig geschehen sollte.

      Der zitierte Abschnitt befindet sich in diesem Kontext, und weist darauf hin, wie sich Juul ein starkes Kind vorstellt.

      Ich sehe bei mir auch nicht alle dieser Aspekte. Aber an den Stellen an denen ich diese Aspekte nicht sehe, nehme ich mich selbst und mein Verhalten auch nicht auf dieselbe Weise frei und stark wahr, wie in anderen Bereichen. Der Begriff ›krank‹ ist hier – darüber habe ich gestern Abend auch nachgedacht – irreführend.

      Beste Grüße,
      Daniel

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