Drei Werbetafeln, die aufwühlen wollen

Am Wochenende sahen wir uns ›Three Billboards Outside Ebbing, Missouri‹ des Regisseurs Martin McDonagh an. Die Geschichte des Films entspannt sich um drei Werbetafeln ausserhalb des Städtchens Ebbing in Missouri. Sie wurden von Mildred Hayes (Frances McDormand) gemietet, die damit das Städtchen aufwühlen will, da die Vergewaltigung und der Mord an ihrer Tochter auch nach Monaten noch nicht aufgeklärt wurde.

Trailer: Three Billboards Outside Ebbing, MissouriTrailer zu Three Billboards Outside Ebbing, Missouri. (Auf YouTube ansehen)

Um die Aufklärung des Verbrechens geht es in dem Film eigentlich nicht. Vielmehr geht es um Wut und die daraus folgenden Dynamiken. Der Film zeichnet alle Charakter facettenreich und begeistert durch unerwarteten Wendung der Figuren und des Plots. Während die im Film gestellten Fragen und angesprochenen Abgründe unbeantwortet bleiben, wird deutlich, dass McDonagh die Zuschauer_innen viel mehr selbst hinterfragen möchte. Einfache Antworten und die menschliche Neigung zwischen Gut und Böse unterscheiden zu wollen, stellt dieser Film gekonnt in Frage. Und dieses Nachdenken ereignet sich während hervorragende Schauspieler_innen wort- und bildgewaltig eine Geschichte erzählen, in der es viele Positionen zu beziehen gäbe.

Eine Filmbesprechung von Antje Schrupp hatte ich im Januar zum Kinostart des Films gelesen, und mich bei der Wahl eines Films daran erinnert.

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