Frauen & Macht

»Frauen lassen sich nicht einfach in Strukturen einpassen, die von Männern mit männlichen Vorzeichen kodiert sind. Es geht darum, die Strukturen zu ändern. Das bedeutet, dass man die Macht neu denken muss. Man muss sie vom öffentlichen Prestige abkoppeln. Man muss über die Macht als etwas Gemeinschaftliches nachdenken nicht nur die Macht von Führern sehen, sondern auch die Macht derer, die ihnen folgen. Vor allem bedeutet es, Macht als ein Attribut, eine Zuschreibung oder ein Verb (»ermächtigen«) aufzufassen‚ nicht als einen Besitz. Was ich dabei im Sinn habe, ist die Fähigkeit, effektiv zu sein, etwas zu bewirken, etwas in der Welt zu verändern, und das Recht, ernst genommen zu werden‚ sowohl als Frauen insgesamt wie auch als Individuen. Es ist die so verstandene Macht, die viele Frauen nach ihrem eigenen Eindruck nicht haben — und die sie haben wollen.«

Mary Beard, Frauen & Macht, Seite 86.

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