Alan Adler, ein Portrait

Alan Adler, Erfinder der AeroPress

David Friedman portraitiert hier Alan Adler, den Erfinder der Aerobie Flying Disc und der AeroPress. Ich finde Adler sympathisch und liebe seine Erfindungen …

Kaffee aus der Chemex

Chemex

Kürzlich, als ich dieses Internet nach dem Begriff ›Chemex‹ durchsuchte festgestellt, dass dieses Blog ziemlich weit vorne liegt. Danach gedacht, dass ich hier schon zu lange nichts mehr über Kaffee geschrieben habe. Deswegen nun dieses Bild der Chemex, mit der ich eben einen äthiopischen Kaffee zubereitet habe.

(35g Kaffee / 500g Wasser)

Mein Jahr des Kaffees

Während mein letzter Eintrag sich auf meine Hörgewohnheiten konzentrierte möchte ich nun kurz auf den Kaffee blicken, den ich im letzten Jahr getrunken habe.

Afrika

Kaffees aus Afrika sind meine Favoriten. Bei allem Kaffee den ich trinke, wurde immer deutlicher, dass Kaffees aus Afrika, und dabei vor Allem aus Äthiopien und Kenia, mir am Besten schmecken. Die diesjährige Ernte aus Äthiopien überzeugte mich mit ihren feinen Noten. Da waren wunderbar leichte Kaffees dabei, die an Schwarztee erinnerten, mit feinen Fruchtnoten und Anklängen von Bergamotte. Deutlichere Fruchtnoten, und dabei vor allem Anklänge von Johannisbeeren genoss ich in den Kaffees aus Kenia. Neben den eher zurückhaltenden gewaschen aufbereiteten Kaffees blieben trocken aufbereitete Kaffees meine ständigen Begleiter, so hatte ich meist parallel jeweils ein Päckchen zur Hand. Die deutlichere Fruchtsüße von trocken aufbereiteten Kaffees gefällt mir sehr gut.

Filter

Das letzte Jahr hat meine Liebe zu gefiltertem Kaffee noch etwas verstärkt. Meine bevorzugten Zubereitungsmethoden sind die AeroPress, der Hario V60 und meine Chemex für acht Tassen. Möchte ich nur einen Kaffee für mich zubereiten verwende ich entweder die AeroPress oder den kleinen Hario V60. Am Wochenende oder wenn Freunde zu Besuch sind, nehme ich die Chemex zur Hand.

Da ich seit Anfang des letzten Jahres fast komplett auf tierische Erzeugnisse verzichte, trank ich keinen einzigen Kaffee mehr mit Milch. Aus diesem Grund fehlt mir also das gesamte Latte-Art-Spektrum, Cappuccino und Flat White. Einen Flat White testete ich mit Soja-Drink, das Ergebnis hat mich jedoch ganz und gar nicht überzeugt, weshalb ich mich auf gute schwarze Kaffees konzentriere. Was mittlerweile auch bedeutet, dass ich kaum noch unterwegs Kaffee trinke.

Nach langem Überlegen – so bin ich nunmal – entschied ich mich dazu an der AeroPress-Meisterschaft teilzunehmen. Dafür habe ich mich ausgiebig mit der AeroPress beschäftigt und mit der Kaffeezubereitung experimentiert. An der Meisterschaft schied ich zwar in der Vorrunde aus, lernte jedoch einige sehr nette Menschen kennen und erfuhr noch mehr über die AeroPress, so dass ich behaupten würde, dass mein Kaffee danach viel besser schmeckt als davor. Ob ich in diesem Jahr wieder teilnehme?

Röstereien

Ursprünglich hatte ich überlegt konkrete Namen von Kaffees zu nennen, die mich im letzten Jahr begeisterten, da dies jedoch zu viele waren, und einige davon nicht mehr zu bekommen sind, entscheide ich mich nun dafür die Röstereien zu nennen, deren Kaffees mich sehr begeistert haben:

Cafés

Sehr gute Kaffees trank ich im letzten Jahr im Chapter One in Berlin, bei Coffee Nerd in Heidelberg, bei Companion Coffee in Berlin, in der Kaffeekommune Zwei in Mainz und bei The Barn in Berlin. Vergleichbare Cafés könnte es gerne noch mehr und in meiner Nachbarschaft geben.

Gemeinsam mit Benson startete ich ein kleines Blog rund um leckeren Kaffee, das macht Spaß, bekommt jedoch von mir noch zu wenig Aufmerksamkeit.

AeroPress-Meisterschaft

AeroPress
Foto: JosiaJo

Am kommenden Samstag findet in der Kaffeekommune die zweite AeroPress-Meisterschaft in Deutschland statt. Nachdem ich die AeroPress-Meisterschaft im letzten Jahr nur aus der Ferne beobachtet habe, werde ich in diesem Jahr meine gewohnte Brühumgebung verlassen, und meinen Kaffee der Dreiköpfigen Jury vorlegen.

Die AeroPress verwende ich ja schon eine ganze Weile, vor Allem wenn ich unterwegs bin. In den letzten Wochen habe ich an meiner Zubereitungsart gearbeitet und den Ablauf optimiert, mittlerweile bin ich bei einem Ergebnis gelandet, das mir sehr gut schmeckt, und das gleichzeitig deutlich macht, dass sich mit der AeroPress und etwas Aufmerksamkeit ein Kaffee zubereiten lässt, der sich vor einem guten Filter nicht zu verstecken braucht. Sehr gespannt bin ich, wie das am Samstag alles klappen wird, und wie sich mein Ergebnis zu dem der Mitbewerberinnen und Mitbewerber verhält.

Neben der Meisterschaft wird am Samstag auch ein Cupping von interessanten Kaffees der diesjährigen Ernte stattfinden, und es wird um kalt zubereitete Kaffees gehen. Ich freue mich sehr auf diese Kaffeeveranstaltung und darauf einigen Personen zu begegnen mit denen ich bisher nur in diesem Internet zu tun hatte. Weitere Infos zur AeroPress-Meisterschaft und dem Brewrista-Talk findet ihr hier.

Vielen Dank fürs Organisieren an Paul, Sebastian und Johannes.

_

Falls ihr es noch nicht gesehen habt, und euch wundert weshalb ich hier so wenig über Kaffee schreibe, sei gesagt, dass ich seit einer Weile gemeinsam mit meinem alten Freund Benson ein kleines Kaffeeblog gestartet habe: thirdwavecoffee.eu, dem ihr unter @3rdWaveCoffeeEU auch auf Twitter folgen könnt.

Yirgacheffe von Sonntagmorgen

Heute möchte ich kurz ein paar Worte zum hervorragenden Yirgacheffe (Konga) von Sonntagmorgen schreiben. Dieser Kaffee begeistert durch sein volles fruchtiges Aroma, welches er der trockenen Aufbereitung der Bohnen verdankt.

Yirgacheffe von Sonntagmorgen

Durch die trockene Aufbereitung bleibt das Fruchtfleisch länger in Kontakt mit den Bohnen und kann dabei mehr von seiner Fruchtsüße abgeben. Längere Zeit habe ich diesen Kaffee vor allem gefiltert getrunken. In seinem Rückblick auf das Jahr 2012 schrieb Lukas dass er sich besonders gut als Espresso mache, was ich nach einigen Tässchen eindeutig bestätigen kann. Gestern nahm ich dann nochmals die AeroPress zur Hand und bereitete mir ein Tässchen damit zu, auch darin entfaltet sich das Aroma des Kaffees sehr gut.

Diesen Kaffee empfehle ich allen, die gerne süße Früchte mögen, und die einen Kaffee genießen wollen, der mit seinem Aroma nicht hinterm Berg hält. Er erinnert mich an Erdbeeren und Himbeeren, hat eine angenehme Säure und macht in allen drei Zubereitungsarten sehr viel Spaß.

Weitere Informationen zum Kaffee findet ihr hier.

Duromina von CoffeeCircle

Immer wieder nahm ich mir vor etwas zu den Kaffees zu schreiben, die ich so trinke, einfach ein paar Worte dazu welche Aromen ich wahrnehme, wie ich ihn zubereite und wie mir ein bestimmter Kaffee schmeckt. Heute nun bereitete ich einen Kaffee zu, nahm das iPad zur Hand und trank.

Vor einer Weile kündigte CoffeeCircle an, dass sie neue Kaffees in ihr Sortiment aufnehmen werden, die heller geröstet, und auch geschmacklich etwas besonderer sein würden. Zwei Kaffees erschienen mittlerweile in dieser Edition und über einen davon schreibe ich nun: Duromina.

Duromina

Zubereitet habe ich ihn in der Chemex, und zwar 30g eher grob gemahlenen Kaffees auf 400ml Wasser. Beim Duromina handelt es sich um eine helle Röstung äthiopischen Kaffees, der eine sehr feine Tasse ergibt. Ich nehme Anklänge von Orange und Bergamotte wahr, beides sehr sanft und nicht zu aufdringlich. Erinnerungen an Earl-Grey-Tee werden wach, und unterstreichen den Genuss, den ich am Sidamo von Five Elephant Coffee sehr geschätzt habe.

Ich bin gespannt auf die weiteren Tassen dieses Kaffees, und denke, dass er besonders von denjenigen geschätzt wird, die zurückhaltende Aromen und klare, feine Kaffees mögen.

Weitere Informationen zu diesem Kaffee, den ich scheinbar gerade noch rechtzeitig gekauft habe, findet ihr auf coffeecircle.com

_
Ich habe mir übrigens vorgenommen, viel öfters Kaffee zu trinken und meine geschmacklichen Assoziationen direkt zu notieren, ergänzen kann ich sie ja immer noch, notiere ich sie jedoch nicht sofort, stelle ich sie Momente später in Frage und schreibe nie darüber. Ehe man sich versieht ist der Kaffee ja auch schon getrunken.

Eine Tasse Kaffee

Zubereitung

Beim Genuss einer Tasse Kaffee dachte ich kürzlich, dass es lohnend wäre meine aktuelle Zubereitungsweise hier aufzuschreiben. Kurz gesagt verwende ich 19g Kaffee für 250g Wasser bei 90°C.

Während es dem Wasser im Kocher immer heißer wird wiege ich 19g Kaffeebohnen ab und gebe diese in die Mühle. Das Wasser erreicht den Siedepunkt, ich stelle den Kocher ab, gieße etwas Wasser in den Filter und in die Kanne, bei einer mittleren bis groben Einstellung mahle ich die Bohnen. Ich gieße das Wasser aus der Tasse, setze den Filter erneut auf die Tasse, stelle beides auf die Waage und gebe den frisch gemahlenen Kaffee in den Filter, und stelle die Waage auf 0. Nun gieße ich ca. 50g Wasser auf den Kaffee und lasse ihn ca. 30 Sekunden blühen. Danach gebe ich nach und nach den Rest des Wassers hinzu, bis die Waage 250g anzeigt. Nun noch kurz warten bis sich der Filter geleert hat und fertig.

Das Aroma des Kaffees entfaltet sich am Besten wenn er nicht mehr zu heiß ist, von daher kann ich noch kurz die Arbeitsfläche und den Filter reinigen bevor ich den Kaffee genieße.